HOTEL DES MONATS

Das sonnige Hochplateau des Eggentals in Südtirol hat mit dem Vier-Sterne-Superior-Hotel  „Pfösl“ in Deutschnofen ein ganz besonderes Aushängeschild.

 

Wohlfühlen in und mit der Natur steht im Mittelpunkt des „Pfösl“. Egal, wo man sich befindet. Durch die exponierte Lage bietet sich nicht nur von Panorama-Restaurant und dem Pool ein herrlicher Blick auf die Südtiroler Bergwelt. „Wir wollen die Natur ins Haus holen und dem Gast jederzeit die Möglichkeit bieten, die Natur draußen mit allen sinnen zu erleben“, sagt Chefin Brigitte Zelger. Sie liebt die Natur ihrer Heimat und das will sie den Gäste in einer familiären Atmospäre vermitteln.
Das Motto „Natürlich.Authentisch.Ehrlich“ kommt im ganzen Haus zum Ausdruck,  unter dem die  Gastgeberinnen Brigitte und Eva Zelger mit der Unterstützung von Evas  Ehemann, Daniel Mahlknecht,  das Hotel führen. Holz bestimmt die 62 modernen Zimmer und sorgt dafür, dass der Gast ein perfektes Urlaubserlebnis hat.  Wer im 2017 angebauten Zimmertrakt logiert, kann schon vom Bett aus bewundern, wenn die Sonne durch die Latemar-Gruppe ihre ersten Strahlen schickt. Oder das Alpenglühen am Abend bewundern. Zirbenholz in den Räumen sorgt für die Wohlfühl-Atmosphäre, ebenso die Betten, in denen man schläft wie zu Hause. Die Zimmer bieten zusätzlich zu einer Terrasse auch eine Liegefläche zum Entspannen und sind doch perfekt eingebetten und quasi versteckt in der Landschaft. Vom Haupthaus sind sie nicht zu sehen.  Im Gegensatz zu den drei Chalets, die scheinbar wie kleine Berghütten in der Wiese stehen.  Jedes von ihnen ist  ausgerichtet auf einen Berg, ob  Rotwand, Schlern oder Kesselkogel.  Sie  bieten nicht nur einen atemberaubenden Blick, sondern auch eine gehobene Ausstattung mit Jakuzi auf der Terrasse.
Ruhe und Entschleunigung inmitten der Natur bietet auch der 2000 Quadratmeter große Natur-Spa-Bereich mit Kneipp-Anlage.  Wellness pur gibt es im  25 Meter langen Infinity-Sole-Pool mit Blick auf die grandiose Bergwelt. Das Alpenglühen sollte man hier nicht verpassen. Auch im Sauna-Bereich  hat man Wert gelegt auf die Natur, die nicht nur im entspannenden Heubett zu genießen ist. Ein Fitnessraum sowie Behandlungsräume für Gesichts- und Körperanwendungen mit heimischen Kosmetikprodukten runden das Angebot ab.  
 Historie und Moderne gehen eine fantastische Symbiose ein beim Hotel Pfösl, das 1950 als Gasthofs am Wallfahrtsweg begonnen hat. Schon auf den ersten Blick hebt sich das Haus ab mit seinem dunklen Holz und der Fachwerkgestaltung, die Zeichen setzen. Um den historisch gewachsenen Gasthof der Familie Zelger,  der immer wieder mal vergrößet wurde, hat man eine moderne Hülle gelegt. Die schmiegt sich an das Gebäude in unmittelbarer Nähe zur alten Scheune mit einer Leichtigkeit an.
„Wir vermitteln, was typisch ist für die Region“, betont Brigitte Zelger.  Der Garten  ist ebenfalls eine Besonderheit. Ziegen genießen das frische Gras und fordern auch schon mal von den Gästen ein, dass man sie streichelt. Nicht nur die Kinder lassen sich von den Tieren gerne anlocken. Auch die Esel, die in Hörweite auf der Weide stehen, halten gerne als Streichelobjekte her.
Das Atrium ist eine Kraftoase, an der man die eigene Mitte wieder finden kann.  In drei Hochbeeten wachsen Kräuter für die Küche und das Haus. Die Schaubeete stehen unter dem Motto „Brot und Salz“, „Speis' und Trank“ sowie „Rauch und Segen“. Und einiges davon sorgt mit seinem Aroma an der großzügigen Rezeption für ein besonderes Aroma.  Daneben werden auch den Kräutern Tees getrocknet und  Säfte hergestellt.
Oder sie wandern ins Kräutersalz von Küchenchef Markus Thurner. Der ist nicht nur ein hervorragender Koch, sondern auch ein begeisterter Brotbäcker. Jede Woche können die Gäste mit ihm zusammen Brote mit den unterschiedlichsten Kräutern und Zutaten kreieren, die anschließend in dem 300 Jahre alten Backhaus mitten in Garten gebacken werden. Nach dieser Jause mit Schinken und Käse ist  kaum noch Platz fürs Abendessen. Schließlich will man ja von allen Kreationen kosten. Aber auch das Dinner sollte man sich nicht entgehen lassen. Denn in der Küche stehen Regionalität und Saisonalität im Vordergrund. Überhaupt zaubert das Küchenteam köstliche Kreationen oder hat mit den Vital-Gerichten ein besonderes Augenmerk auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
Das „Pfösl“ gehört zur Gruppe der Vitalpina-Hotels, der Wanderhotels und der Bike-Hotels. Täglich gibt es ein Aktivprogramm. Frühaufsteher gehen mit Brigitte Zelger zur Sonnenaufgangswanderung. Daneben bringen Touren zu Fuß oder per Bike, teils unter der Leitung der beiden Chefinnen Eva und Brigitte, die Schönheit Südtirols näher.  Der Panorama-Rundweg rund ums Hotel ist sogar kinderwagenfreundlich gestaltet und bedarf keiner Ausrüstung. Dafür darf man den Blick auf Latemar, Rosengarten und Schlern genießen. Wer sich gerne sportlich betätigt und ganz spontan ist, kann sich an der Rezeption die entsprechenden Wanderstöcke ausleihen. Der Rucksack hängt eh griffbereit auf dem Zimmer. Radler können sich im Ort ausstatten. Infos, auch für entsprechende Touren, gibts direkt an der Rezeption.  Empfehlenswert ist der Besuch der Bletterbachschlucht und des Latemar-Bergmassivs in Obereggen. Belohnt wird man für die Fahrt mit dem Sessellift mit einem Ausblick auf die 3000er der Alpen, von den Sarntaler und den Ötztaler Alpen bis zur Ortler-Gruppe. Bozen und Kaltern am See sind da nur einen Katzennsprung entfernt.
„Der Gast soll alles können, aber nichts müssen“,ist die Devise des Hauses. Entspannen und die Seele baumeln lassen, ist kein Problem. Fürs nächste Jahr hat sich Brigitte Zelger etwas Neues überlegt: „Den Wald neu erleben, ihn spüren und so zur Ruhe kommen.“
Die Ruhe genießen kann man  auch in der Wintersaison. Fürs Langlaufen und Schneewandern bietet sich das Hochplateau Eggental hoch über Bozen an. Ein Skigebiet hat man in Deutschnofen nicht vor dem Haus, aber das „Pfösl“ sorgt mit einem Shuttlebus dafür, dass die Abfahrer auch auf ihre Kosten kommen. Und nach dem Adrenalinkick folgt die Entspannung in dem modernen Haus.

Diana Seufert

 

Das Hotel Pfösl liegt in der Südtiroler Urlaubsregion Eggental, auf der Hochfläche des Regglberges in 1375 Metern Höhe, nur wenige Kilometer vom Latemar-Massiv entfernt.

Die Übernachtungspreise beginnen bei 174 Euro pro Person in einer Natursuite mit Dreiviertel-Pension und vielen Aktivitäten.
Infos unter www.pfoesl.it.

Nizza an der Adria
Die Kvarner Bucht und das Städtchen Opatija eignen sich bestens zum Müßiggehen



An der Riviera Opatija, am Fuße des Berges Ucka gelegen, wachsen riesige Palmen und die Camellia Japonica, eine japanische Kamelienart – die Küste ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts die Wiege des kroatischen Tourismus. Die milde Luft des Meeres und ein Klima, das auch in den Sommermonaten durch die Berge immer angenehm kühl blieb, war die ideale Voraussetzung dafür, dass sich die Gegend für Kururlauber entwickeln konnte. Vor etwas mehr als hundert Jahren galt die Opatija-Riviera als eines der attraktivsten Reiseziele der Österreich-Ungarischen Monarchie und lockte zahlreiche gekrönte Häupter, Adlige, Großbürger und Künstler an die Adria. 1889 wurde die Hafenstadt Abbazia (Abbazia bedeutet Abtei, der Name leitet sich vom Kloster Abbazia ab), heute Opatija, offizieller Kurort. Namhafte Mediziner priesen die Vorzüge des lokalen Klimas. Sanatorien, Seebäder und Hotels wurden gebaut. Viele davon blieben bis heute erhalten und geben dem Ort etwas vom Charme Nizzas an der Adria.
          Die zwischen 1889 und 1911 erbaute Küstenpromenade führt an vielen dieser alten Häuser vorbei und wurde 1996 als Hommage an die einstige Blütezeit nach dem österreichischen Kaiser Franz Josef I. benannt. Heute wie damals verbindet der zwölf Kilometer lange Lungomare die Orte Volosko, Opatija, Icici, Ikan und Lovran. Rund eineinhalb Stunden dauert der Fußweg am Meer entlang von Opatija bis Lovran, man schlendert an alten Pinien vorbei und genießt mediterranen Kiefernduft, Lorbeerbüsche findet man natürlich in Lovran, was auf Kroatisch Lorbeer heißt, ebenfalls. Dort locken nach dem Fußmarsch am Meer entlang hervorragende Fischlokale.

           Auf dem Rückweg am Lungomare entlang in Richtung Opatija trifft man mittwochs auf den berühmten Blumenmarkt. Hier werden duftende winterharte Jasmine, Dahlien, Verbenen und Kräuter verkauft.

Das Café Wagner im Erdgeschoss des Hotels Milenij, das seit 1898 existiert, war zu allen Zeiten das Ziel prominenter Gäste. Die große Terrasse bietet eine herrliche Aussicht, unbedingt probieren sollte man die Sachertorte. Nebenan steht der Pavillon Juraj Sporer, der heute ein Forum für Kunst ist. Früher war er ebenfalls ein Café, das berühmte “Glacier“. Hierher wurden per Bahnexpress jeden Morgen frische Torten aus Wien und Budapest geliefert. An der Spitze des kleinen Hafens zwischen dem Pavillon und dem Hotel Milenij steht im Wasser die berühmte Statue „Mädchen mit Möwe“, die mit der Kamelie das Wahrzeichen Opatijas darstellt. Hinter dem Pavillon befindet sich die Kirche St. Jakob. Sie war einst in einen Klosterkomplex integriert, der um 1420 erbaut wurde und der Ursprung und Namenspatron des Ortes ist. Nach zahlreichen Umbauten erinnert heute nur noch wenig an das ursprüngliche Aussehen der Abtei. 

Weiter Richtung Norden an der Seepromenade entlang trifft man auf das Hotel Kvarner alias Quarnero, das wohl älteste Hotel der adriatischen Ostküste. Es wurde 1884 als erstes Luxushotel der Stadt eröffnet. Ursprünglich war das Quartier für Adel und Prominenz als Lungensanatorium vorgesehen – die Luft an der adriatischen Ostküste ist für Lungenkranke besonders wohltuend. Nachdem ein Brand die Thermalbäder zerstört hatte, wurde der neu errichtete Kristallsaal zum glanzvollen Treffpunkt der Stadt. Nur ein paar Schritte weiter wiederum nach Norden trifft man auf die Villa und den Park Angiolina. Der Kaufmann Iginio Scarpa verwandelte die zunächst eher schmucklose Villa in ein hübsches Sommerhaus und taufte es auf den Namen seiner verstorbenen Frau. Er lud dort namhafte Freunde zu Festen ein. 1911 wurde das Grundstück für 2,5 Millionen Gulden an die Kurkommission verkauft. Heute ist in der Villa das Stadtmuseum untergebracht. Im Park um die Villa herum fanden seit 1885 mehr als 150 Pflanzen aus aller Welt eine neue Heimat: Mammut- und Zitronenbäume, kaukasische Tannen, spanische Buchse, Atlaszedern, Tamarisken, schwarzer Bambus und japanische Bananen. Der Legende nach hat ein Jesuitenmönch namens Camelus die Kamelie, das Wahrzeichen der Stadt, von den Philippinen nach Europa geschmuggelt. 

Noch weiter nördlich auf der Seepromenade Richtung Volosko - übrigens ebenfalls ein malerisches Fischerdörfchen, der Spaziergang bis dorthin lohnt - liegt das Hotel Miramar mit der vorgelagerten Villa Neptun. Durch mehrere Umbauten entwickelte diese Villa immer mehr Ähnlichkeit mit dem Triester Traumschloss Miramar von Erzherzog Ferdinand Max. Sie galt als beliebtes Ziel prominenter Gäste, die zwar zentral, aber abseits der Masse und mit wunderschönem Blick residieren wollten. Hier verbrachte der Schriftsteller Vladimir Nabokov als Kind einen Sommer. Ein besonderer Platz ist die Terrasse des Miramar in der ehemaligen Villa Neptun in den Abendstunden. Dann verschmelzen das Meer und die vorgelagerte Insel Cres zu einer blauen Silhouette, der Horizont färbt sich hellblau und die Sicht auf Meer und Landschaft gleicht einem Gesamtkunstwerk.

Bettina Louise Haase

 

Informationen:

Hotel Miramar Opatija, DZ ab 115 Euro, feine österreichische Küche, zwei große Indoorpools, fantastischer Blick: www.hotel-miramar.info.

Im Frühsommer und Herbst präsentiert sich dort wöchentlich ein kroatischer Winzer. Entspannungstage von 20. bis 24.11. mit Elisabeth Unger aus Gnas; außergewöhnlich: Solo-Tangokurs im Hotel von 26.11. bis 3.12.2017;

Café Wagner im Hotel Milenij, unbedingt Sachertorte probieren.

Bevanda an der Seepromenade in Opatija, stylische Bar mit Restaurant und ein paar exklusiven Zimmern, traumhafter Blick auf das Meer und Hotspot für einen Aperitiv, www.bevanda.hr

Flug: zum Beispiel ab Frankfurt mit Lufthansa nach Triest, Zwischenstopp München, ab 250 Euro, dann weiter mit dem Mietauto

 

weitere Infos: Tourismusverband Kvarner HR – 51410 Opatija, Telefon: 00385/51/272988, kvarner@kvarner.hr, www.kvarner.hr

 

im Herbst sind folgende Winzer im Miramar zu Gast:

03.10. - Craftbier von SAN SERVOLO In Buje
10.10  - Weingut BRČIĆ aus Porec
17.10  - DOBRAVAC aus Rovinj
24.10  - Weingut KIRNBAUER aus Deutschkreutz (Das Phantom)
31.10  - DAMJANIĆ aus Porec