Hotel des Monats
“Am schönsten Fleck im schönsten Tal der Welt“
Wer heute in den Zimmern des 4-Sterne-Superior-Berghotels Sexten übernachtet, versteht sofort, warum dieser Ort seit Generationen gern besucht wird. Frühmorgens hängen die Nebelschwaden oft noch tief in den Senken und verdecken das Bergdorf Sexten. Sobald sich der Nebel lichtet und die Sonne über die Gipfel der Sextner Dolomiten wandert, lässt sich die Zeit fast auf die Minute genau bestimmen. Der Neuner macht um Punkt 9:00 Uhr den Anfang. Es folgen die rötlich schimmernde Rotwand (der Zehner) um 10:00 Uhr und der schroffe Elfer um 11:00 Uhr. Steht die Sonne senkrecht über dem mächtigen Zwölfer, ist Mittagszeit, bevor der Einser um 13:00 Uhr den Nachmittag einläutet. In diesen fünf Stunden sind die Sextner Dolomiten die größte Sonnenuhr der Welt. Schon im 19. Jahrhundert war Sexten genau deshalb ein Sehnsuchtsort der Alpinisten und Ausgangspunkt etlicher Erstbesteigungen. Wie sehr auch die Bergsteigerlegende Luis Trenker diese Ecke der Dolomiten liebte, spürt man im Berghotel bis heute. Als er 1971 die damals noch kleine Pension besuchte, blickte er hinauf zu den Gipfeln und hinterließ dem Haus ein Lob, das heute stolz die Philosophie des Hauses prägt: „Das Berghotel liegt am schönsten Fleck im schönsten Tal der Welt, dem Fischleintal.“ Doch Trenkers Worte waren weit mehr als reine Schwärmerei. In jenen Jahren gab es konkrete Pläne, eine breite Transitstraße mitten durch das unberührte Naturparadies zu bauen. Trenker nutzte seine Prominenz, um mit Erfolg gegen das Projekt zu protestieren. Die Straße wurde abgewendet, das Tal blieb autofrei. Als Hommage an diese Rettung und seine Treue widmete das Hotel ihm ein eigenes, uriges „Luis-Trenker-Zimmer“. Dieser behutsame Umgang mit der Natur zeigt sich in der Architektur und im Charakter des Hauses. Anstatt, dass vom Vater aufgebaute Haus abzureißen, entschied sich Hotelchef Walter Holzer in den vergangenen Jahren für ein behutsames Wachstum. Das macht das Berghotel heute zu einem Haus mit Seele. Es ist ein Labyrinth aus verwinkelten Durchgängen, gemütlichen Nischen und geschickt plaziertem Licht. Moderne Kunst hängt ganz selbstverständlich neben traditionellen Hirschgeweihen. Wer in Trenkers Fußstapfen treten möchte, kann vor der Haustür starten. Ein Pfad führt vom Hotel geradewegs hinein in das geschützte Fischleintal. Sogar die Drei Zinnen lassen sich von hier aus auf direktem Wege erwandern. Allerdings winden sich die Wege heute gut gesichert und weit weniger gefährlich als zu den wilden Zeiten. Was über die Jahrzehnte geblieben ist, sind das raue, unverfälschte Berggefühl, die Ruhe der Dolomiten und die imposanten, steilen Wände. Und wer nach einem langen Tag am Berg entspannen möchte, zieht sich in die hoteleigene Bibliothek zurück, in deren Regalen sich Hunderte von Wander- und Bergbüchern aneinanderreihen.
Heidrun Lange
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Berghotel Sexten
Fam. Holzer
Helmweg 10, I-39030 Sexten (BZ)
Dolomiten - Südtirol - Italien
Tel. +39 0474 710386
Fax +39 0474 710455
E-Mail: info@berghotel.com Website: www.berghotel.com