Vereinigte Arabische Emirate

Tradition und Moderne: Dubais Architektur fasziniert

Wahnsinn Dubai

           Der modernste Ort der Welt lüftet nach der Finanzkrise wieder seinen Schleier - und bleibt Boomziel für Shopping, Sightseeing und Wüstensafaris, auch im Ramadan.

 

Text und Fotos. Katharina Büttel

         

      

          Erklären kann man Dubai nicht, man muss es erleben! Die Welt der Scheichs, Emire und Sultane bleibt ein Märchen. Drei Wünsche sind frei – man schnalzt mit den Fingern, und sofort werden sie erfüllt: Vom Wiener Walzer bis zur arabischen Nacht. Wenn man will, sogar alles an einem Tag.

          Nach der Geldkrise holt Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum weiterhin sich und seinen 1,3 Millionen Untertanen den Glanz der weiten Welt in sein Wüstenreich: Piazzas und Palazzi aus Italien, Wiener Cafés aus dem Alpenland, Glamour-Shows aus Las Vegas, Exotik aus Asien.

       Dubai auf Überholspur   

       Dabei wirkt die Wüstencity unwirklich, sonderbar, ohne Menschen. Jedenfalls sieht man kaum welche. Wie eine Stadt ohne Landschaft im Nirgendwo gebaut. Landet man nachts auf dem Airport, sieht man lange nichts, dann erst, plötzlich, ein Lichtermeer: Futuristische Glaspaläste, zehnspurige Highways, glitzernde Palmenalleen, goldglänzende Metro-Stationen, gigantische, hell erleuchtete Tankstellen. Leicht könnte man die Orientierung verlieren. Sind wir in Los Angeles, in New York? Nein, die Musik im klimatisierten Bus liefert den richtigen Soundtrack zu unserem Autokino: Dubai ist wieder auf der Überholspur, im Übermorgen - überall wird gebaut, aufgerissen, vergrößert, aufgetürmt.

          Man sieht sofort: alles ist neu, nichts ist älter als 35 Jahre. Keine drei Jahre alt ist die größte von Menschenhand geschaffene Insel der Erde, die „Palm Jumeirah“ vor der Küste des Arabischen Emirats. Die Form einer riesigen Palme mit 17 „Palmwedeln“ erkennt man allerdings erst aus gehöriger Höhe. Eine 300 Meter lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland und führt direkt an die Spitze zum „Atlantis The Palm“. Das Erlebnishotel der Superlative mit der riesigen Wasserlandschaft galt bis vor einem Jahr als Wahrzeichen Dubais.

          Das davor gültige, mit 321 Metern das höchste, mit zwei Milliarden Dollar das teuerste, luxuriöseste und einzige 7-Sterne-Hotel der Welt, der Burj al Arab, ragt in Sichtweite der Palme aus dem Meer. Bei seiner Eröffnung vor gut zehn Jahren als „achtes Weltwunder“ gefeiert, sollte der Bau der Herrscherfamilie Al Maktoum und dem Emirat statt Gewinne eher mit den vielen Tausend Berichten das Image des visionären Vorreiters verleihen.   

       Glitzernde Fassade aus Stahl und Glas     

       Bevor das verblasste, musste ein neuer Superlativ her. Etage für Etage schraubte sich der gigantische „Burj Khalifa“ in den Wüstenhimmel. Seit letztem Jahr – nachdem Scheich Khalifa von Abu Dhabi zehn Milliarden Dollar für den letzten Bauabschnitt dazuschoss - steht der pfeilspitze, silbrigglänzende Turmbau nun inmitten des prestigeträchtigen Stadtteils Dubai Downtown. Mit seinen 828 Metern – wen wundert das noch – übertrifft der Wolkenkratzer alle anderen Türme des Planeten an Höhe. 100 000 Arbeiter aus 100 Ländern kamen zusammen, um diese vertikale City zu bauen. Ein neues Wunder, und ein zutiefst beeindruckendes Symbol für Kreativität und Willenskraft. Voilà, wieder ein neues Wahrzeichen, nur wie lange? Der Bau-Boom geht weiter...

          Warum das alles? „Was Hongkong für China ist, ist Dubai für Arabien – und darüber hinaus das Tor zum Iran und nach Indien“, hört man von touristischer Seite. Vielleicht ist es auch die Angst zurückzubleiben nach Versiegen des schwarzen Goldes, die den Staat antreibt, die gewagtesten, irrwitzigsten und dekadentesten Gebäude zu bauen.

          Dabei ist es noch gar nicht lange her, dass die Quellen des Wohlstands hier zu sprudeln begannen: Erst 1966 wurde das erste Ölfeld vor Dubais Küste entdeckt. Das brachte dem Regent sowie den Beduinen Knete wie Sand in der Wüste. Bis dahin war der Stadtstaat ein Fischerdorf an der „Piratenküste“, das vom Perlentauchen und Goldhandel lebte. Heute ist der Besucher fasziniert von den Kontrasten, die auf ihn einstürmen: kühne Architektur mit arabischem Flair. Das jedoch von außen oft mehr verspricht, als im Inneren der Gebäude tatsächlich zu sehen ist. Wenn man so will, ist diese Bauweise genau das Gegenteil von arabischer Architektur: von außen uneinsehbar, beim Betreten ein zauberhafter Innenhof mit bunten Mosaiken und einem Brunnen, blumenumrankt.

          Schade, vieles davon scheint gänzlich aufgegeben worden zu sein. Dafür sehen wir in Downtown Emiratis auf Skiern und Snowboards den 400 Meter langen Hang in der Ski-Halle der Kempinski „Mall of the Emirates“ hinuntersausen, Araberkinder auf dem Sessellift, beim Rodeln!! Interessanter für uns ist hier das weltgrößte Shopping-Center „Dubai Mall“ mit 1200 Geschäften, unzähligen Restaurants mit Finesse, Bars und Discos, vor allem aber das fünfzig Meter lange Riesenaquarium. 

       Shopping oder Abenteuer       

       Doch wo, um Allahs Willen, ist der Orient? In den Souks, wo Händler Berge von Kardamom, Koriander, Weihrauch und Kreuzkümmel zu Türmen formen und Menschen über Menschen durch die Gassen eilen! In den Beduinenkneipen, wo es köstlichen Kaffee gibt – heiß und süß muss er sein. Aller Reichtum Dubais aber funkelt in Deira, im berühmten Gold-Souk in der Naif Road. Das Edelmetall kann man hier gleich pfundweise kaufen und dazu sein persönliches Parfüm kreieren lassen. Das passt zur Glitzerwelt der Luxusbars am Abend: In Neos-Bar in der 63. Etage des Address-Hotels blickt man auf den filigranen Burj Khalifa; in der Jetty-Bar im Royal Mirage aufs Meer; von der Strandbar des Le Meridien-Resorts auf die schillernde Skyline.

          Abenteuer pur und ein unvergessliches Erlebnis ist eine Jeep-Safari-Tour durch die Wüste. Dabei tanzt der Fahrer mit dem Toyota Walzer über hohe, steile Sanddünen. Bis die Besucher vor Vergnügen juchzen. Danach versinken sie in den weichen Kissen der Beduinenzelte. Beim exotischen Barbecue verlieren sich die Blicke im Lagerfeuer und im Nachthimmel der tausendundeinen Sterne.

Felix Arabia glückliches Arabien

Service

 

Anreise: z.B. AirBerlin bietet im Sommer wie im Winter den Flug von Berlin-Tegel nonstop nach Dubai zum Werbepreis von 219,99 Euro inkl. Steuern und Gebühren an. Die Flugzeit beträgt nur sechs Stunden. www.airberlin.com

 

Klima: Trockenes Wüstenklima: heiße Sommer, milde Winter. Ganzjährig fällt extrem wenig Regen. Beste Reisezeit: Oktober bis April.

 

 

Währung: Währung der V.A.E. ist der Dirham, dessen Wert fest an den US-Dollar gekoppelt ist. Kreditkarten werden fast überall akzeptiert, nicht in den Souks.

 

Ramadan wird zwischen dem 1. und ca. 30 August begangen. Nachts beginnt wieder das Leben; in großen Zelten kommen die Muslime zum „Fastenbrechen“, wo köstliche Speisen, Shishapfeifen und traditionelle Musik einladen. Ende August dann wird noch 3 Tage das Eid Al-Fitr-Fest aufwendig mit Geschenken gefeiert.

 

Unterkunft: Hotels aller Kategorien in großer Anzahl verfügbar. Preise je nach Saison unterschiedlich. 5-Sterne-Beispiele: Strand-Resort Le Meridien www.lemeridien.com/minaseyahi; InterConti Festival City www.residencesuites.intercontinental.com; The Address www.theaddress.com; Armani im Burj Khalifa www.armanihotels.com;

Veranstalter: z.B. mit jt-just travel 7 Tage im InterContinental Dubai Festival City (6 Nächte) inkl. F und Flug bis/ab Dubai von mehreren Flughäfen und Transfer ab 1.185 Euro/P., www.jt.de

 

Transport: Mietautos, Metro, Busse und Wasserbusse, Dhaus und Abras (Wassertaxis) auf dem Meeresarm Creek; neu sind die Dubai Fähren über den Creek und entlang der Strände. Radwege gibt es entlang der Jumeirah Strandmeile, weitere sind im Bau. Neu: Der Dubai Travel Pass („Terhaal“) mit Metrotickets, Stadtplan, Reiseführer, Gutscheinen, Tipps und Infos kostet 13,80 Euro in Duty Free Shops, Hotels und Einkaufszentren.

 

Aktivitäten: City-Touren mit dem „Hopp-on, Hopp-off“-Bus – Fahrt kann jederzeit unterbrochen werden an 23 Haltestellen www.bigbustours.com; Wüsten-Safaris www.desertadventures.com; Wasserparks für Kinder; Ballonfahrten; Kamel- und Pferderennen; alle Wassersportarten; 7 exklusive Golfplätze, Tennis, Reiten, Bergwandern, Sandskifahren; Besuch von Beduinendörfern. Galerien, 40 Shopping Malls; geführte Touren in der Jumeirah Moschee www.cultures.ae, u.v.m.

 

Weitere Infos: Government of Dubai, Bockenheimer Landstraße 23, 60325 Frankfurt/M;

www.dubaitourism.ae

 

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Scheherazade bittet zum Tee

Text und Fotos: Katharina Büttel

 

 

     Abu Dhabi dreht auf: Eine Skyline wie Manhattan und Hotels der Extraklasse gibt es schon im reichsten Emirat am Persischen Golf. Museen von Weltrang, ein gigantischer Freizeitpark und die Formel 1-Rennstrecke sollen nun mehr Touristen anlocken.

 

     Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht mit den großen, schwarzen Augen und dem straff gebundenen Schleier. Sie hat sich für ein Fest mit Goldschmuck und Henna-Tatoos herausgeputzt, erzählt die junge Emirati der Besucherin selbstbewusst beim Frühstück im jung-gestylten Aloft-Hotel. Und wirbt sogleich für ihr Land, kurz und prägnant: „Wer zu uns kommt, wird schnell den Unterschied zu unserem Nachbarn Dubai erkennen. Hier stehen auch prächtige Hotels, Paläste von Politik und Wirtschaft und sattgrüne Parks; Glitzer-Malls und riesige Gold-Suqs jedoch wollen wir nicht im Überfluss". Das sitzt!
      Kultur statt Kommerz, Religion statt Profitgier, Natur statt Plastik lautet das Credo des Wüstenstaates seit gut zehn Jahren. Für eine touristische Entwicklung als Geldquelle für die Zeit nach dem Öl hat Abu Dhabi einige Superlative zu bieten: Es ist flächenmäßig das größte der sieben Vereinigten Arabischen Emirate, hat mit 1,6 Millionen die meisten Einwohner und fördert mit Abstand das meiste Öl. Nach Schätzung der Herrscherfamilie Al Nahyan noch circa 30 Jahre. Künstliche Landgewinnung wie in Dubai ist zum Glück kein Thema, schließlich hat man mit natürlichen Inseln, herrlichen Sandstränden und einer weiten Wüstenlandschaft genug Landmasse zum Ausdehnen und Vorzeigen.
      Marhaba, willkommen in Abu Dhabi-City. Bis in die 30er-Jahre war sie ein Fischerdorf, deren Bewohner weitgehend vom Perlenfischen lebten. Seit den 60er-Jahren hat sich die Erwerbsgrundlage vom Meeres- in den Wüstenboden verlagert, wo munter Ölquellen sprudeln, die reichlich Petrodollars in die Taschen der Scheichs spülen. Trotzdem wurde der von allen Emiratis hochverehrte „große Vater" und Staatsgründer Sheikh Zayed bin Sultan bis zu seinem Tod 2004 nicht müde deutlich zu machen, dass nur das kulturelle Erbe seiner Vorfahren und Kunst und Kultur in der Zukunft sein Reich touristisch weiter voranbringen wird. Das hat sich auch der heutige Herrscher, sein Sohn Sheikh Khalifa bin Zayed, auf die Fahne geschrieben.

 

     Weißer Traum aus Marmor

     Bereits nach kurzer Fahrt über die mehrspurige Prachtmeile Corniche mit Palästen, Palmen und Parks rechts und links, stehen die Besucher vor dem ersten Superlativ. Im hellen, gleißenden Licht der Morgensonne lässt sich nur schwer die gewaltigste Moschee der Emirate erkennen. Gebaut wurde die Sheikh-Zayed-Moschee, das neue religiöse Wahrzeichen des Emirates, mit riesigen Kuppeln und vier Minaretten aus purem, weißen Marmor. Sie bietet Platz für 30 000 Gläubige auf dem größten, handgeknüpften Teppich der Welt. Mit den fun-kelnden Edelstein-Intarsien und den farbigen Blumen-Mosaiken wie in einem Paradies, erinnert das Gebäude an das legendäre Grabmal der Liebe, dem Taj Mahal in Indien.
      Ein Besuch im mittlerweile weltberühmten Falken-Hospital bringt einen zurück in die nüchterne Wirklichkeit. Wird man allerdings der quirligen Chefin, Frau Dr. Margit Müller aus Ulm, vorgestellt, ist jegliche Nüchternheit verflogen und man glaubt der 41-Jährigen jedes Wort. „Solange ich denken kann, sind für mich Falken die herrlichsten aller Greifvögel", bekennt die Spezialistin für Falkenmedizin mit Leidenschaft und Charme. „Ein Jahr wollte ich an diesem Ort praktizieren und forschen, daraus sind nun fast zehn Jahre geworden und keinen Tag habe ich bereut, hierher in die Wüste gegangen zu sein". Mit vielen Auszeichnungen, auch vom König selbst, bedanken sich die Dhabi'in bei der Deutschen für ihr Engagement für die edle Rasse. Seit jeher sind für Araber die Raubvögel heilig, gelten als Symbol für Freiheit, Stolz und Rang und werden von ihnen geliebt wie die eigenen Kinder. Wegen seiner Stärke ziert der Falke auch die Landesflagge.

 

      Rasante Fahrt zum Emirates Palace
      Das „gelbe Boot", erstes Speed-Boot in Abu Dhabi überhaupt, rauscht an der modernen Hochhaus-Skyline vorbei, gibt Blicke frei auf schicke Yachten und Marinas, auf interessante Architektur hinter gepflegten Stadtstränden. Nach einer weiten Kurve auf dem helltürkis-farbenen Wasser rast es direkt auf den „Emirates Palace" zu, einer zu Stein gewordenen Fata Morgana von rund einem Kilometer Ausmaß. Scheinbar gebaut für die Ewigkeit im arabischen Stil mit einem prunkvollen Eingang nur für die Royals und VIP's. Im Atrium unter der riesigen, mosaikverzierten Kuppel - der Petersdom lässt grüßen! - wird der „Five-o'clock-Tea" serviert. Hier öffnet sich eine Hotelwelt wie von einem anderen Stern - Orient trifft Okzident mit einer Opulenz aus Blattgold, Kristalllüstern und Marmor, die sich Mitteleuropäer nicht vorstellen können. Erklären kann man es kaum, man muss es gesehen haben. Für manchen Geschmack ist das Gewirr an Hallen, Säulen und Terrassen zu viel des Guten in einem Land, wo noch vor 30 Jahren überwiegend Beduinenzelte standen.

 

     Kulturdistrikt von Weltrang
     Ein vielversprechendes Projekt entsteht auf Saadiyat Island, knapp einen halben Kilometer vor Abu Dhabi-City gelegen. „Die Skyline wird schon bald ganz anders aussehen, prophezeit Begleiter Yas. Und zeigt stolz auf das beeindruckende Modell-Ensemble der drei neuen Museen, die bis 2013 auf der anderen Seite des 16 Kilometer langen, weißen Sandstrandes entstehen werden. „Sheikh Khalifa bin Zayed hat erkannt, dass er mit Kunst von Weltrang, präsentiert in außergewöhnlicher Architektur, einen Kontrapunkt zu Dubais Glitzerwelt setzen kann. „Neben Schätzen von Picasso, van Gogh, Rubens und Rembrandt werden auch Bilder von emiratischen Künstlern auf der Insel zu sehen sein", weiß Begleiter Yas. Verbunden mit der Hoffnung, auf diese Weise Touristen mit üppigerem Portemonnaie anziehen und begeistern zu können.
      Große Kunst spielte in dem Wüstenstaat bisher nur eine geringe Rolle. Architektur war vor allem als Handwerk, weniger als Kunst verstanden worden. Das soll sich nun ändern. „Wir müssen die USA, Europa und Asien überzeugen, dass wir kulturell und architektonisch etwas zu bieten haben - und uns selbst auch", hört man von offizieller Seite. Beteiligt werden an diesem Bauboom sollen so berühmte Stars der Architektur wie Frank Gehry für das Guggenheim, Zaha Hadid für das Modern Museum, Jean Nouvel für den Louvre und Todo Ando für das Maritim-Museum, das zu 50 Prozent unter Wasser gebaut werden soll. Umweltschutz soll dabei kein Fremdwort bleiben...
      Diese futuristischen Bilder bleiben der Reisegruppe noch beim Dinner auf der Dachterrasse des Aloft vor Augen - hoch über der modernen Stadt mit Ausblick auf grandiose Paläste und dem spektakulären „Schiefen Turm" von Abu Dhabi, dem neuen Hotel-Highlight „Grand Hyatt". Der nächste Tag verspricht wieder Außergewöhnliches: Besichtigung der vor einem Jahr eingeweihten Formel-1-Grand Prix-Rennstrecke. Ein Teil des in Blütenweiß designtem Yas-Hotels wurde sogar direkt über die Piste gebaut. Verrückt, aber wahr! Nicht zu vergessen die gerade eingeweihte Ferrari World. Kinder und Erwachsene können dort neben vielen anderen Attraktionen den Schumi geben und um das schwarze Oval rasen, was der berühmte „Rote Renner" hergibt.

 

     Wüstenfort als Touristenoase

     Spannender als alles bisher Gesehene ist die Fahrt in die Heimat der Herrscherfamilie Al Nahyan. Über die E11 geht es im Land-Cruiser vom Wasser-Meer in das weit abgeschiedene Sand-Meer der Liwa-Oase, die rund 240 Kilometer südlich von Abu Dhabi-Stadt an der Grenze zu Saudi-Arabien liegt. Rund um das neue, einem alten Wüstenfort nachempfundene Luxusresort Qasr Al Sarab türmt sich die gewaltige Dünenlandschaft aus rotem Sand der Rub Al Khali auf - genauso, wie man sich als Kind die Wüste vorstellte. Eine sensationelle Kulisse, egal wo man sitzt: Auf der Dachterrasse, am Wüstenpool, unterm Beduinenzelt oder auf dem Rücken eines Kamels. Getopt nur bei Nacht, wenn das Leuchten der Sterne mit dem schummrigen, warmen Licht der Hotellaternen konkurriert. Und es stimmt, was alle sagen: In der Wüste fühlst du dich klein und dem Universum ganz nah.

 

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Service:

 

Anreise:

Mit der landeseigenen Airline Ethihad Airways direkt nach Abu Dhabi. 10 mal pro Woche ab Frankfurt/M, täglich ab München für ca. 450 Euro Rückflug. Besonders angenehm die exklusiv ausgestatteten VIP-Lounges auf den Flughäfen und auf dem 6-stündigen Flug ausfahrbare Betten - beides nur in der Business-Class. In der Eco-Class fallen die angenehmen Abständen zwischen den Stuhlreihen auf. www.ethihadairways.com
Hotels:

Das Aloft Abu Dhabi Mittelklassehotel liegt im Diplomatenviertel, nicht weit vom Flughafen und Zentrum entfernt. Moderne, in frischen Farben ausgestattete, loftartige Zimmer mit Ausblick auf Yachthafen und Umgebung. Chill-out in übergroßen Sesseln mit Spezialcocktials. DZ ab 80 Euro zzgl. 10% Service und 6% Tourismusabgabe. Buchbar direkt über www.aloftabudhabi.com, im Reisebüro über Thomas Cook, TUI, über FTI Reisepakete.
Der Emirates Palace ist über Veranstalter günstiger zu buchen: z.B. Dertour, Windrose, Rose Travel - 4 Nächte/DZ inkl. Flug ab 1.100 Euro. www.emiratespalace.com
Das Yas Hotel, weiß gestyltes, modernes Luxushotel, teils „über" der Formel-1-Rennstrecke und direkt „an" der Yas Marina gebaut. DZ ab 270 Euro. www.theyashotel.com

Wie eine Fata Morgana erscheinen die Villas im Morgenlicht

Das Luxus-Wüstenwunder Qasr Al Sarab Desert Resort by Anantara in der Liwa-Wüste: Ein ganz spezielles Wüstenfeeling vermitteln die Villen im arabischen Palaststil, mit eigenem Pool und Butler; u.a. Beduinenzeltlager, Tennisplätze, Spa mit altertümlichen, arabischen und asiatischen Anwendungen. Die Küche besorgt ein französischer Sternekoch. Spezialpaket 4 Nächte wohnen/3 Nächte zahlen bis 30. April 2011: in DZ/Suite oder Villa ab 240 Euro inkl. Frühstücksbüffet/N für 2 Personen;

mail: infoqas@anantara.com; anantara.com

Adressen:

Falken-Hospital: www.falconhospital.com;
Saadiyat Island: Kulturdistrikt Näheres unter www.tdic.ae
Yas Island: www.yasisland.ae
Ferrari World: www.ferrariworldabudhabi.com
Golf Course: mail: igoodenough@aldar.com
Veranstalter:

u.a. auch für Rundreisen FTI, München; www.fti.de
Literatur:

Reiseführer DUMONT: Abu Dhabi mit Al Ain für 12 Euro;

„Die Brunnen der Wüste" von Wilfred Thesiger, Piper, 11,90 Euro,

Klassiker der Reiseliteratur; der unerschrockene Thesiger zog mit Beduinen durch die Wüsten Südarabiens.
Info:

Abu Dhabi Tourism Authority, Frankfurt/M; Tel. 069/29 92 53 90;
www.visitabudhabi.ae