Hotels der Welt

Italien

Foto: TUI

„Castelfalfi“ ist zu neuem Leben erwacht

Eine Oase der Ruhe zwischen Pisa, Florenz und Siena

 

Castelfalfi im Herzen der Toskana war ein verlassenes Dorf, bis TUI begann den Ort behutsam zu sanieren. Heute ist Castelfalfi ein Resort mit hochwertigen Hotels und Ferienwohnungen sowie eigenen Weinbergen, Olivenhainen und Gourmet-Restaurants. Der kleine Ort Castelfalfi liegt zwischen Florenz, Siena und Pisa. Wer hierher kommt, findet Ruhe, Natur und gutes Essen.

 

Fast wäre die mittelalterliche Ort Castelfalfi mit seinen kilometerlangen Weinbergen und Olivenbäumen auf der Landkarte verwaist. In den 60er-Jahren gab es für die Bauern kein Auskommen mehr und sie zogen in die Städte. Vor zehn Jahren hatte der Reisekonzern TUI das nahezu verlassene mittelalterliche Dorf Castelfalfi gekauft, um es zu einem hochwertigen und umweltfreundlichem Touristik-Resort zu entwickeln. Mittlerweile ist das Landgut mit seiner 800-jährigen Geschichte und mehr als 1.100 Hektar Fläche mit Wäldern und Weinbergen wieder zu neuem Leben erwacht. Die vielen verfallenen Gehöfte inmitten tausendjähriger Olivenhaine wurden restauriert und in luxuriöse Landhäuser und Golfvillen umgebaut. In der ehemaligen Tabakfabrik ist das Boutiquehotel  La Tabaccaia entstanden und in den verfallenen Stadtwohnungen von einst befinden sich heute hochwertige Luxus-Apartments. Das Hotel „Il Castelfalfi – Tui Blue Selection“ mit seinen 112 Zimmern und 8 Suiten ist der erste  Neubau der noch jungen Hotelmarke.

Eine Trattoria, ein Gourmet-Restaurant, Geschäfte, ein Schwimmbad, ein Landgut mit eigenem Weinanbau und eigener Olivenöl-Produktion sowie der größte Golfplatz der Toskana vervollständigen das Angebot. Die mittelalterliche Burg aus dem 13. Jahrhundert beherbergt heute das Spezialitätenrestaurant La Rocca. Von der Terrasse der Burg des Dorfes sieht man die alte Etruskerstadt Volterra. Unten auf dem Golfplatz surren weiße Carts. Gerade wurde die neue 27-Loch-Anlage eröffnet, die als eine der schwierigsten Italiens gilt: welliges Grün, viele Wasserhindernisse, aber immer wieder Abschläge mit Aussicht.

Das Landgut Castelfalfi eignet sich für Reitausflüge, ausgedehnte Spaziergänge und Radtouren. Auf dem Gelände gibt es einen Vespa Verleih. Mit dem Motorroller ist man im Nu in San Gimignano, dem Manhattan des Mittelalters, mit seinen steinernen Türmen. Castelfalfi liegt ideal: Bis Florenz sind es 63 Kilometer, bis Pisa 55 und bis Siena 62.

Informationen: www.tui-blue.com/hotels/il-castelfalfi

 

Angebote: 

Eine Woche im Il Castelfalfi   TUI Blue Selection kostet bei eigener Anreise ab
882 Euro pro Person im Doppelzimmer inklusive Frühstück, beispielsweise vom 10. bis 17. April 2018
. Eine Übernachtung mit Frühstück ist ab 126 Euro buchbar. Inklusive Flug kostet eine Woche ab 1.302 Euro, beispielsweise vom 26. Oktober bis 2. November 2017.

Eine Woche im Vier-Sterne La Tabaccaia Toscana Resort Castelfalfi kostet bei eigener Anreise ab 510 Euro pro Person im Doppelzimmer inklusive Frühstück, beispielsweise vom 23. bis 30. Oktober 2017. Eine Übernachtung mit Frühstück ist ab 85 Euro buchbar. Inklusive Flug kostet eine Woche ab 740 Euro, beispielsweise vom 26. Oktober bis 2. November 2017.

 

Località Castelfalfi, 50050 Montaione, Firenze, Italia
Tel. +39 0571 891000 - Fax +39 0571 891001

info@castelfalfi.it

Freizeitaktivitäten:

Das Mieten der Vespa und die Buchung der Touren können im Hotel La Tabaccaia ohne obligatorische Übernachtung angefordert werden. Eine Voranmeldung von mindestens einer Woche ist empfehlenswert.

e-mail: guestrelations@castelfalfi.it

 

Wer keinen Mietwagen hat, um zu den einzelnen Resort-Bestandteilen (Golfplatz, Weinkellerei) zu kommen, kann einen Shuttle beanspruchen. Transfers nach Florenz oder Pisa sind kostenpflichtig.

H.Lange/ nach Information der TUI Deutschland GmbH

Fotos: Heidrun Lange

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Kleines und familiäres Hotel in Marina di Camerota

Der Inhaber Andrea Bifulco zeigt den Gästen sein Cilento

 

 

Südlich von Neapel finden Entdecker mittelalterliche Dörfer, feine Sandstrände und Berge, die bis ans Meer reichen. Für Badegäste ist das Hotel Calanca in Marina di Camerota ideal. Es befindet sich mitten im Nationalpark, in der Nähe einer Sandstrandbucht. Von fast allen Zimmer gibt es einen Blick auf das Thyrrenische Meer und abends die schönsten Sonnenuntergänge.

 

Das Hotel verfügt über ein Restaurant, eine Bar, einen Veranstaltungsraum und Aufzug. Im Garten gibt es einen kleinen Pool und die Möglichkeit zu Bocciaspiel und Tischtennis. Oberhalb des Pools befindet sich eine großzügig angelegte Terrasse, die als Außenbereich des Restaurants dient. Jedes Zimmer ist anders, was sich im gewählten Farbkonzept zeigt. In der Hotelküche werden vor allen Dingen cilentanische Spezialitäten, aber auch köstliche regionale und nationale Gerichte zubereitet. Morgens gibt es ein kleines italienisches Frühstücksbuffet und abends ein mehrgängiges reichhaltiges Abendmenü, wobei stets zwei Gerichte pro Gang zur Auswahl stehen.

Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, wird mit Köchin Annamaria gekocht. Sie zeigt wie Lagane e Ceci con Baccalà, Risotto ai Funghi oder Cavatelli alla cilentana natürlich zubereitet werden. Bei ihr lernt der Gast den cilentanischen Klassiker, die Alici (Sardellen), kennen.  Während des Aufenthaltes steht nicht nur das reine Kochen auf dem Programm. Gemeinsam mit dem Inhaber des Hotels, Andrea, und weiteren Initiatoren des Kurses, Luca und Joanna, geht es auf eine Entdeckungsreise durch den Cilento. Je nach Jahreszeit werden grüner Spargel oder Pilze gesammelt. Sie zeigen Farmen, wo die weißen Feigen wachsen und das beste Olivenöl hergestellt wird. Auch allein kann man sich auf den Weg machen. Der kleine Fischerort ist ein guter Ausgangspunkt, um  die Küste mit ihren malerischen Buchten und das Hinterland kennen zu lernen. Andrea Bifulco  und Valentina helfen bei der Planung.

Heidrun Lange

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Informationen:

Unterkünfte und Aktivitäten www.cilento-ferien.de

Unter „Erlebnisreisen“ findet man zwei Programme des Kochkurses, den das Hotel Calanca in Camarota im Frühling und im Herbst anbietet.

 

Hotel Calanca

Via Luigi Mazzeo 18, 84059 Marina di Camerota (SA)

Telefon: (+39) 0974 932128

e-mail:info@hotelcalanca.com

Skype:hotelcalanca

www.hotelcalanca.com

 

Anreise:

Neapel wird von mehreren deutschen Flughäfen aus angeflogen, unter anderem von Lufthansa, Air Berlin und Tuifly.

Vom Flughafen mit dem Mietwagen ins Cilento
Vom Flughafen Napoli-Capodichino kann man mit einem Mietwagen ins Cilento fahren. Mietwagen können online oder vor Ort gebucht werden. Die Online-Reservierung hat den Vorteil, dass man zu Hause einen Preisvergleich machen und sich den günstigsten Leihwagen sichern kann. Praktisch ist die Übernahme und Rückgabe am Flughafen-Capodichino in Neapel.

Mit dem Bus vom Flughafen Neapel und Rom-Fiumicino ins  Cilento
Vom Flughafen Napoli-Capodichino fahren Busse ins Cilento. Eine Linie der Gesellschaft www.cosat.it hält unter anderem in Agropoli, Battipaglia und Salerno. Im Juli und August fahren vom Flughafen Roma-Fiumicino Busse von CO.SA.T.
Wer vor Ort nur für einige Tage mobil sein und sonst am Strand relaxen möchte, kann sich auch direkt vor Ort im  tageweise ein Mietauto nehmen.

Mit dem Zug vom Hauptbahnhof Neapel oder Rom
Zugverbindungen können auf www.trenitalia.com eingesehen werden.

 

Klima und Reisezeit:

Mediterranes Klima. Gute Reisezeiten sind Frühjahr und Herbst. Die Sommermonate sind mitunter sehr heiß. In den Bergen ist es dann allerdings deutlich angenehmer als an der Küste.

 

Büffelfarm: www.vannulo.it

 

Traditionelle Verarbeitung der Sardellen

Luca Cella, Tel.: 0039.329.5966496, E-Mail: aura@aura-cilento.com

 

Slow Food-Restaurant

Taverna del Mozzo in Marina di Camerota

 

Restaurants, bei Facebook

Die Cantina del Marchese in Marina di Camerota: Dort orientiert man sich an den Gerichten, die in Lentiscosa seit jeher gekocht werden.

 

Antica Trattoria da Valentone in Marina di Camerota: Die Karte von Valentone ist etwas umfangreicher, jedoch mit starkem Bezug auf Marina di Camerota.

 

Ammor e Mare in Marina di Camerota:  Peppe Troccoli vom Ammor e Mare bereitet ausschließlich Fischgerichte zu, so wie sie seit jeher in Marina di Camerota bekannt sind.

 

Der Cilento:

Der  Cilento beginnt etwa 100 Kilometer südlich von Neapel. Zwischen Paestum im Norden, den Monti Alburni im Osten und Sapri im Süden liegt ein Paradies für Genießer und Aktive. Als zweitgrößter Nationalpark Italiens und UNESCO-Weltkulturerbe ist der  vom Massentourismus verschont geblieben. Die Küste bietet auf rund 100 Kilometern feinste Sandstrände im Wechsel mit steilen Klippen; die Wasserqualität ist eine der besten in ganz Italien. Im hügeligen Hinterland gedeihen Wein, Oliven und Obstbäume, dahinter erheben sich bis 1.900 Meter hohe Berge. Mountainbiker, Wanderer und Reiter finden hier ihr Eldorado. In die Landschaft eingebettet sind Kulturdenkmäler von Weltrang, darunter die griechischen Tempel von Paestum und die antike Philosophenschule in Velia.

Alpine Lebensart im Reich der Giganten mit Latemar, Rosengarten und Schlern

 

Reiseziel ganzjährig: im Sommer zum Wandern und im Winter zum Skifahren

 

Die spektakuläre Bergkulisse der Dolomiten, die Platz für alle Aktivitäten bietet und eine Küche zum Niederknien – das ist alpine Lebensart.

 

Die Anfahrt führt von Bozen durch ein enges Tal, das sich bald zu einer Hochfläche weitet und den Blick auf die gigantischen Berge der Dolomiten frei gibt. Das Hotel Sonnalp liegt direkt unterhalb des Bergmassivs Latemar, mit dem höchsten Gipfel, der 2.842 Meter hoch ist. Auf der Terrasse des Hotels wird frisch gebackener Pflaumenkuchen und Cappuccino in der Sonne serviert. Jungvieh weidet auf den Almwiesen davor, die Idylle ist perfekt. „Man kann hier wahnsinnig viel machen“, erklärt Georg Weissensteiner, der Besitzer des Hotels Sonnalp.

Das wird gleich am nächsten Tag ausprobiert. Eine leichte oder eine anspruchsvolle Tour, das ist die Frage? Das mächtige Latemar-Massiv lockt, also wird die Tour etwas anspruchsvoller. Vor dem Hotel geht es zuerst fünf Minuten über die Almwiesen zwischen den Jungrindern bergab zum Sessellift Obereggen-Oberholz. Nach aussichtsreicher Fahrt oben angekommen lädt die schneckenförmige Aussichtsplattform „Latemar 360 Grad“, nur fünf Minuten von der Bergstation des Sessellifts entfernt, zu einem spektakulären Fernblick ein. Das ist wirklich ein Schauspiel der Giganten. Der flache Zanggen, Schwarzhorn, Brenta, Cevedale, Ötztaler, Stubaier und Sarntaler recken sich in ihrer ganzen Pracht in der Sonne. Der Wanderweg „Latemarium“ beginnt, schon nach ein paar Schritten, klärt eine Station über Bergblumen auf. Es wird nicht langweilig: Weitere Stationen informieren über Tiere, Fauna, Geschichte und Tradition. Eine Station ist dem Murmeltier gewidmet, hier kann man in ein großes hölzernes Murmeltier reinklettern und ein Selfie machen oder sich von anderen Wanderern fotografieren lassen.

 

Wanderung unterhalb der Felsentürme

Der hochalpine Wanderweg zieht sich unterhalb der Felsentürme stetig ansteigend unterhalb der Felstürme des Latemar hinauf, so wird die Kondition gefordert. 2009 wurde der Gebirgsstock des Latemar als Berggruppe der Dolomiten in die Liste der schönsten Landschaften der Welt aufgenommen und von der UNESCO zum Welterbe erhoben. Die Abzweigung zur Pisa Hütte wird links liegen gelassen, dann geht es nur noch bergab bis zur Feudo Hütte, die zu einer kurzen Pause einlädt. Ein weiteres 360 Grad Panorama vor der Hütte klärt wieder über die Berggipfel auf. Der Abstieg bis zur Ganischger Alm ist dann nur noch ein Katzensprung. Marillenknödel werden sogar am Liegestuhl serviert, hier könnte man ewig bleiben, doch der Rückweg ruft. Ein Milchkannen-Pacour lädt Kinder ein, auf den hölzernen Milchkannen zu balancieren. Ein paar Schritte weiter kann man an Kuhglocken Alpenmusik spielen. Ein lebensgroßes Pferd, das einen Schlitten mit Baumstämmen zieht, steht bewegungslos im Wald, denn es ist aus Holz geschnitzt.

 

Alpenglühen am Latemar

An der Laner Alm, ein Stück weiter, kann man schwer voreigehen. Dann geht es auf mit Wald gesäumten Almwiesen bergab bis zum Hotel. Und wieder bleibt man fast magisch angezogen auf der Terrasse in der Sonne sitzen und genießt den Blick zurück auf den Latemar in der Nachmittagssonne. „Hoi“, sagt Georg Weissensteiner anerkennend, als er nach der Wandertour des Tages fragt. Die Tour hat immerhin viereinhalb Stunden gedauert. Zur Belohnung gibt es später noch ein magisches Alpenglühen, „Enrosadira“ an den weißen Kalksteingipfeln des Latemar, die werden von der untergehenden Sonne feuerrot angestrahlt werden.

 

„Spaziergang“ mit 26.750 Schritten zum verzauberten Karersee und zurück

Den Lago di Carezza wie er in italienisch heißt, erreicht man von Obereggen aus in zwei Stunden. Zuerst geht es ein Stück bergab, dann einen Gegenhang zum Bewaller Hof hinauf und nur noch eben im Wald dahin. Große Felsbrocken, die wie von Riesen in die Landschaft geschleudert wurden, liegen verstreut im Wald. Sie sind von Moos überwuchert und vereinzelt krallen sich Bäume an ihnen fest. Am Wegesrand des gut beschilderten Weges stehen Herbstzeitlose und Stengelenzian.

Nach genau zwei Stunden taucht der waldumkränzte See auf, der unterhalb der Latemar Nordseite in Smaragdgrün, Petrolblau und Türkis leuchtet. Die Berggipfel spiegeln sich im Wasser. Die „Perle der Dolomiten“, so wird der Karersee auch genannt. Über dem See schwebt ein Zauber und so war es auch: Oft saß eine Nixe am Seeufer, flocht ihre blonden Zöpfe und sang dabei leise vor sich hin. Als eines Tages der Hexenmeister von Masaré am See vorbeikam, sah er die Nixe und verliebte sich in sie. Mit all seiner Zaubermacht versuchte er, die schöne Fee zu entführen, doch diese ließ sich nicht erwischen.

 

Regenbogen mit Edelsteinen

Vor Verzweiflung bat der Hexenmeister schließlich die Hexe Langwerda um Hilfe. Langwerda gab ihm den Rat, er solle sich als Juwelenhändler verkleiden und vom Rosengarten zum Latemar einen Regenbogen zaubern. Dann soll er zum Karersee gehen, um die Jungfrau anzulocken und zu entführen. Doch der Hexenmeister vergaß, sich zu verkleiden. Die Wasserfee bestaunte die wunderschönen Farben des Regenbogens mit den vielen Edelsteinen, entdeckte jedoch den Zauberer, der sich am Ufer versteckt hielt. Vor Wut tauchte sie plötzlich in den Karersee und wurde nie mehr gesehen. Der Hexenmeister war so wütend, dass er in seinem Liebeskummer den Regenbogen vom Himmel riss, ihn zerschmetterte und alle Regenbogenstücke mit den Juwelen in den See warf. Das ist der Grund, warum der Karersee noch heute in den prächtigsten Regenbogenfarben schimmert. Auf ladinisch heißt der Karersee, in dem sich die Nordwände des Latemar spiegeln, heute noch „Lec de ergobando“, der Regenbogensee. Heute ist der Karersee ein geschütztes Naturdenkmal. Er wird von unterirdischen Quellen aus dem Latemar-Gebirgszug gespeist.

Am Parkplatz gibt es zwei kleine Cafés für einen Snack und ein Getränk zwischendurch. Wer mag, kann mit dem Bus zurückfahren, denn es gibt auch eine Bushaltestelle. Alle halbe Stunde fährt ein Bus zurück nach Obereggen. Doch die Entscheidung ist gefallen: Es geht zu Fuß zurück. Vier Stunden hat die einfache Wanderung hin und zurück gedauert. Zur Belohnung gibt es einen Aperol auf der Terrasse des Hotels Sonnalp. Anschließend werden die verschiedenen Saunen, das Dampfbad, das Schwimmbad innen und außen und der Ruheraum getestet und die Muskeln werden entspannt. Durch das Saunafenster aus kann man dem Jungvieh beim Grasen zusehen.

 

Kräuterwanderung

Die dritte Wanderung ist eine Wanderung der anderen Art. Es ist eine Kräuterwanderung mit der Botanikerin Dr. Sigrid Thaler. Es geht gemütlich mit dem Sessellift Obereggen zum Latemar Panorama Weg bis zum Passo Feudo und über die Eggentaler Almen zurück. Je nach Jahreszeit werden die verschiedenen Wildkräuter, Knospen und Alpenblumen von Sigrid erklärt und verkostet, natürlich nur die, die nicht unter Naturschutz stehen. Manche schmecken bitter und manche süß, wenn sie nektarhaltig sind. Ganz viel Aufmerksamkeit legt Sigrid darauf, giftige Kräuter zu erkennen, die man nicht essen darf. Das Alpenleinkraut beeindruckt sie, denn es kommt mit so wenig aus, denn es wächst in Schutthalden. Auch die gewaltige Kraft der Zirbe, die auch nach einem Blitzeinschlag oder einer Lawine weiterwächst, imponiert Sigrid. Sie kennt alle Kräuter und weiß welche Wirkung sie haben. Schon als Kind hat sie sich für Kräuter interessiert, sie ist ja mitten in der Natur aufgewachsen. Sie hat Biologie studiert und hat sich auf Botanik spezialisiert und hat zusätzlich eine Heilkräuterausbildung absolviert und verschiedene Kurse zum Thema Heilkräuter besucht. Schon seit 25 Jahren schon führt sie Kräuterwanderungen, denn Kräuter sind ihre Leidenschaft. Sie unterrichtet auch an der Kräuterakademie der Gundermannschule in Österreich und auch angehende Kräuterpädagogen in Österreich und Deutschland. Sie gibt Tipps wie die jeweiligen Kräuter für die Küche oder mit ihrer Heilkraft für Hausapotheke eingesetzt werden können. Wer mag kann alles in ihrem Buch „Mein Kräuterbüchlein“ nachlesen.

 

Die „Süße Hüttentour“

Naschkatzen können dieser Tour einfach nicht widerstehen, die „Süße Hüttentour“ ist ein Traum. Acht Almhütten und Schupfen bieten verschiedene Strudel, Apfelkücherl, Marillenknödel und Mohnkrapfen bis hin zu Eis an. Alle Hütten kann man nicht schaffen, aber eine oder zwei kann man schon ansteuern.

 

Martin Köhl, der Meister der zwei Hauben

Martin Köhl ist der Chefkoch im Hotel Sonnalp. Seine Lehre und die anschließenden Erfahrungen hat er bei verschiedenen Spitzenköchen in Südtirol gesammelt. Martin ist ein waschechter Südtiroler und kennt die einheimische Küche in und auswendig und das schmeckt man bei seinen Gerichten. Natürlich hat er sich auch im Ausland bewährt. Er hat internationale Erfahrung, ein Jahr im Hilton in München, bei Heinz Winkler in Aschau, im Elsass und in Marbella gesammelt. Seinen letzten Schliff erhielt er in Lugano und bei Martin Dalsass. Er hat seine Ausbildung mit einem Küchenmeister und Diätkoch ergänzt. 1997 wurde das Hotels Sonnalp in Obereggen eröffnet und seitdem schwingt er dort den Kochlöffel und hat inzwischen zwei Hauben erkocht. Die gemütliche Gourmetstube im Hotel Sonnalp wurde bereits zum fünften Mal in Folge mit zwei Hauben von Gault Millau ausgezeichnet. Das Thema seiner Küche ist südtirolerisch und italienisch. Die Speisekarte im Gourmetrestaurant basiert auf der regionalen Küche und wird mit moderner Gartechnik ergänzt. Seine Gerichte sind in der Südtiroler Küche verankert und werden dezent international ergänzt. „Man soll das Regionale auf dem Teller schmecken“, erklärt er, „das ist wichtig“. Er hat als Kind seiner Mutter oft auf dem Bauernhof in der Küche geholfen. Seine Mutter war sein Vorbild, denn sie hat gut gekocht. Das Erste, was er einmal ganz alleine hergestellt hat, war Eis mit Waldbeeren. Da war er gerade mal eben zehn Jahre alt. Heute liebt er zu Hause die einfache Kost, wie zum Beispiel Polenta mit Käse oder Kalbskopf. Klassiker, wie Schluzzer aus gebranntem Mehl mit Deutschnofner-Bergkäse, Steinpilzen oder Pfifferlingen gefüllt, gehören auch zu seinen Lieblingsgerichten. Aber auch eine einfache Brennsuppe oder ein Gerstenrisotto schätzt er.

 

Das Abendmenü

Eine große Salatauswahl am Büffet stimmt einen schon auf das Abendessen ein. Als erster Gang wird Vitello Tonnato mit Kartoffelterrine mit Topinambour, das sind geröstete Süßkartoffeln serviert. Dann folgen schwarze Teigtaschen mit Steinbutt gefüllt mit Paprikas und Verbenefumet. Das Hauptgericht ist Roastbeef vom Piemonteser Rind, zart rosa gebraten mit Olivenölhollandaise, mit Rosmarinkartoffeln, und Ofenmelanzane. Als Nachtisch kommt Panna Cotta, Mango Coulis, Himbeer-Pfirsich und Haselnusskrokant. Obstsalat, frisches Obst und natürlich auch Eiscreme stehen zusätzlich zur Auswahl. Der regionale Käse vom Büffet mit verschiedenen edlen Soßen rundet das Menü ab. Die Südtiroler Weine passen exzellent zum Essen. Allein 450 verschiedene Etiketten liegen im Weinkeller.

 

Hotel- und Familiengeschichte

Georg Weissensteiner hatte mit seiner Frau Hanni ab 1979 das Sporthotel als Geschäftsführer in Obereggen geleitet. Nach 21 Jahren hat er sich dann entschieden in Obereggen ein eigenes Hotel zu bauen. Obereggen war früher ein Weiler mit nur drei Bauernhöfen. Georg Weissensteiner hat schon immer in der Gastronomie gearbeitet, im Fassatal und in Jeselo am Meer. Die Wurzeln seiner Familie sind in Eggen. Seine Vorfahren hatten dort einen Bauernhof mit Gasthof, und ein paar Betten für Wanderkrämer. Auch seine Kinder treten in die Fußstapfen der Hotellerie. Sein Sohn David hat eine Hotelfachausbildung in Oxford absolviert und Auslandserfahrung in Dublin gesammelt. Seine Tochter Sabine hat Tourismus in Florenz studiert. Heute arbeiten beide Kinder mit im Hotel.

 

Obereggen – wie alles begann

Schon im Jahre 1936 kamen die ersten Sommerfrischler in die Dolomiten. Die lombardische Familie Zerbi kam auch seit der Zeit nach Obereggen. Die Familie stieg von Mitte Juli bis Ende August beim Ortner Edl und seiner Frau Lina ab. Zuerst in der Gastwirtschaft Neuhaus und später im Gasthof Obereggen. Die Famlie Zerbi, die immer von einem Priester begleitet wurde, genoss die Ferienzeit fern ab vom Trubel der Tourismusburgen in der Idylle der Natur der Berge. Auch heute kommen die Nachfahren noch gerne nach Obereggen.

In der kalten Jahreszeit fiel Obereggen allerdings in einen tiefen Winterschlaf. 1950 wurden in Südtirol schon 26 Liftanlagen gebaut und selbst Eggen hatte schon einen Schlepplift. 1970 war es dann auch in Obereggen soweit, elf junge Männer, darunter auch Georg Weissensteiner, gründeten eine Gesellschaft und ein Skilift wurde geplant. Im Jahre 1972 ging die erste Liftanlage in Obereggen in Betrieb. Am Anfang gab es noch Probleme mit Stromschwankungen und der Technik des Lifts, aber alles wurde gemeistert. Nach und nach kamen immer mehr Liftanlagen dazu und sie verbanden Obereggen mit Pampeago und Predazzo. Das Ski Center Latemar wurde geboren. Obereggen führt erste Tests mit gemieteten Schneekanonen durch und anschließend wurde eine Beschneiungsanlage gebaut. Ein Europacuprennen fand in Obereggen statt, und der Ort wurde bekannt. Heute kann das ganze Gebiet in fünf Tagen beschneit werden. Die Pistenqualität ist gut, sie wird oft ausgezeichnet. Obereggen ist oft Schneemeister des Jahres. Ein Snowpark für Snowboarder, ein Nightpark und der Kinderpark Brunoland sowie das Yeti Land an der Talstation ergänzen das Angebot im Skigebiet. Das gesamte Skigebiet hat heute in Obereggen 48 Pistenkilometer und im gesamten Skicenter Latemar 70 Pistenkilometer, 18 Liftanlagen und 16 gemütliche Hütten. Im Winter kann man im Hotel Sonnalp direkt vor dem Skikeller die Skier anschnallen und sofort geht es auf die Piste zum Oberholz Lift. Und wenn man dann am Nachmittag zurückkommt, kann man mit den Skiern wieder direkt vor den Skikeller fahren – bequemer geht es nicht.

 

Das Eggental

Das Südtiroler Eggental in Südtirol ist nur 20 Minuten von Bozen entfernt versteckt in den Bergen gelegen. Das Tal wird von der Sonne verwöhnt, es hat viele Sonnenstunden und mit 530 Kilometern ein besonders gut ausgebautes Wanderwegenetz mit den Bergmassiven Rosengarten, Latemar und Schlern. Nicht umsonst gehört das Panorama zum Unesco-Welterbe. Über 30 Hütten und Almen sorgen für das leibliche Wohl mit bodenständiger Küche.

Der Latemar-Gebirgsstock bietet mit seiner Kulisse sieben Themenwege aller Schwierigkeitsgrade an. Schautafeln, Skulpturen und interaktive Stationen zum Anfassen und Ausprobieren machen die Tour auch für Kinder spannend. Da gibt es für Kunstinteressierte die mittelschwere Route „LATEMAR.ART“, die an Werken internationaler Künstler vorbei bis auf über 2000 Meter hinaufführt. Damit ist sie eine der am höchsten gelegenen „Galerien“ der Welt. Es gibt auch eine kinderwagentaugliche Tour „LATEMAR.ALP“, auf der man über die Almwirtschaft aufgeklärt wird. Richtig austoben dagegen kann man sich im Waldhochseilgarten, mit vier verschiedenen Parcours.

 

Kontakt

Eggental Tourismus, Dolomitenstraße 4, I-39056 Welschnofen,

Tel.: 0039 (0) 0471 / 61 95 00, info@eggental.com, www.eggental.com

Obereggen www.obereggen.com, www.obereggenski.com,

Hotel Sonnalp www.sonnalp.com

Flixbus www.flixbus.com

 

Anreise

Auto: Das Eggental beginnt direkt an der Brennerautobahn A 22 Ausfahrt Bozen Nord, dann der Beschilderung folgen

Bahn: Direktzüge mit der DB 5 Mal täglich von München nach Bozen. www.bahn.de. Viele Hotels bieten auf Anfrage kostenlosen Abholdienst; oder weiter mit dem Linienbussen (ca. 30 Min., www.sad.it

Südtirol-Bus: (www.suedtirolbus.it) der verkehrt fünf Mal täglich zwischen dem Eggental und den Flughäfen in Verona, Mailand und München

Flug: nach Innsbruck, München, Verona oder Mailand.

 

Tipps

Maria Weißenstein, der bekannteste Marien-Wallfahrtsort Südtirols; Sternwarte und Planetarium in Gummer (Steinegg)

Wandern: 530 Kilometer Wanderwege aller Schwierigkeitsgrade, auch geführte Touren. Die alpine Erlebniswelt „Latemar.ium“ mit spektakulärer Aussichtsplattform und mit Themenwegen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und damit auch für Familien geeignet.

Bike: Die Haupt-Bikeorte in der Ferienregion Eggental sind Deutschnofen, Obereggen, Welschnofen und Steinegg. Viele Trails mit unterschiedlichen Bedingungen, spezialisierte Bikehotels, Verleihstellen, Biketaxis, Bike-Guids, Tourenportal mit GPS-Planer, Aufstiegshilfen. Cool ist es, mit einem E-Bike zu radeln, das man sich ausleihen kann.

Klettern: Wer seine ersten Kletterversuche wagen will, kommt von Ende Juni bis Mitte September zum Schnupperklettern im Klettergarten in Karersee. Dort werden die elementarsten Sicherungstechniken gelehrt.

Golf: Zwei alpine Golfplätze über 1250 Meter: Golfclub Karersee vor dem beeindruckenden Bergmassiv Rosengarten, 9-Loch-Platz, Schauplatz des Turniers „Alpine Iron Man“ und Golf Club Petersberg, der älteste 18 Loch-Golfplatz Südtirols, Panorama-Blick auf die Brenta-Gruppe.

 

Nordic Walking, Reiten, Schwimmen, Hochseilgarten, Lama & Alpakatrekking für Kinder und Erwachsene

 

Die süße Hüttentour

Platzl – Apfelstrudel und Eiscreme www.platzl-obbereggen.com

Mayrl - Alm Apfelkücherl www.mayrl-alm.com

Zischg - Alm - Mohn-Marmeladekrapfen www.zischgalm.it

Ganischger Alm - Marillen und Zwetschgenknödel www.ganischgeralm.com

Baita Passo Feudo - Symphonie aus Strudel

Baida Gardoné - Dolce Baita www.baitagardone.com

Weigler Schupf – Kaiserschmarrn

Laner Alm – Strauben

 

Gabi Dräger

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Bagno Vignoni

Schon die alten Römer und Etrusker wussten um die Heilkraft des Thermalwassers. Im kleinen Örtchen Bagno Vignoni in der südlichen Toskana  - rund 120 südlich von Florenz - sprudelt es mit rund 50 Grad Celsius aus der Erde.  Aus dem Vollen schöpft davon auch das Fünf-Sterne-Haus Adler Thermae Spa & Relax-Resort. Es bezieht das  Wasser und damit die Wärme direkt von den heißen Quellen, die oberhalb des Orts zutage treten.

Die alte Badetradition lebt hier in neuem Gewand wieder auf:  Ein Wellness-Tempel, in dem man sich nach jeglicher Facon verwöhnen lassen darf.  Kulinarische Gaumenfreuden, erlebnisreiche Sport- und Ausflugsmöglichkeiten, entspannende Stunden in der Thermen- & Wellnesswelt sowie exklusive  Spa Behandlungen sind Versprechen, die auch in die Tat umgesetzt werden.   Zeit zum In-sich-kehren, zum Seelen-baumeln-lassen findet hier jeder.

In der Adler Thermae darf man sich genüsslich entspannen. Schon der erste Eindruck vermittelt  Ruhe, Gemütlichkeit  und Wohlbehagen. Die gemütlich helle Lobby mit der Terrasse und den  Lounge-Möbeln, das Lesezimmer mit dem Kamin und  einigen deutschsprachigen Zeitungen und natürlich der Spa-Bereich laden zum Entspannen ein. Angenehm warm ist es im gesamten Haus.  

Der helle Travertin-Stein kommt im ganzen Gebäude zur Geltung. Denn die charmante Lage des Hotels, dezent am Rand des 30-Seelen-Örtchens Bagno Vignoni  ist einem ehemaligen Steinbruch zu verdanken, wie Claudia Zancolli, die Pressesprecherin des Hauses,  erzählt. Die  Brüder Dr. Andreas und Dr. Klaus Sanoner haben das Potenzial des Platzes erkannt und eine dezente Hotelanlage in ruhiger Lage errichten lassen.  2004 öffnete das Haus an dem Ort, wo einige Jahre zuvor noch der Travertin-Stein abgebaut worden war. Der harte Kalktuff-Stein ist in der Region überall an Kirchen und Palazzi, aber auch an vielen Hausfassaden zu finden. Poliert ziert er auch die Gänge des gemütlichen Spa- und Relax-Resorts. Und in seiner spröden Natürlichkeit umspielt ihn das Wasser im Außenpool. Die beiden Pools im Innen- und Außenbereich beziehen ihr  Wasser und damit ihre Wärme übrigens direkt von den heißen Quellen, die bei Bagno Vignoni zutage treten.

Der frühere Steinbruch zeichnet sich gerade im Saunabereich hervorragend ab. Die polierten Wände begrenzen das Areal und schaffen so eine natürliche Relax-Oase.  Neben  Caldarium und Sole-Dampfbad ist gerade die Philosophen-Grotte mit dem Travertin-Dampfbad ein Quell der Erholung und Entspannung. Wer auf einen Aufguss nicht verzichten möchte, den zieht es in die Olivensauna. Das Olivenholz in der nachgebauten Mühle entfaltet hier eine ganz besondere Stimmung. Ruhen darf man anschließend im Wasserbett oder in den schwebenden Liegen in den Relaxzonen.

Das mineralstoffreiche Wasser ist das hervorstechende Element  des Hauses. Im Pool, im kleine See und natürlich am erfrischenden Getränkebrunnen: Ein gesunder Geist wohnt hier in einem gesunden Körper. In Verbindung mit seiner wohltuenden Wärme entfaltet das bikarbonat- und sulfalthaltige Wasser  eine positive Wirkung auf den gesamten Organismus. Und das darf der Gast gerne wörtlich nehmen: gleich zwei Ärzte kümmern sich um die Belange der Gäste, die mehr wollen als nur entspannen und eine angenehme Massage. Auf das Team mit Experten aus Schulmedizin, Naturmedizin, ästhetischer und ayurvedischer Medizin ist Claudia Zancolli stolz. Sie finden mit den Gästen den passenden Weg zum ganzheitlichen Wohlbefinden. „Beauty-Behandlungen und ein Frisör-Besuch  werden von den Gästen zudem auch gerne in Anspruch genommen.“

Rund um das Haupthaus im Renaissance-Stil einer toskanischen Villa mit Rezeption, Restaurant und dem sehr großzügigen Spa-Bereich schmiegen sich die zweistöckigen Nebengebäude mit den Zimmern der Gäste. Der Vorteil: Alle Zimmer haben eine Terrasse oder einen Balkon sowie Pool-Blick. Schon bei den ersten Sonnenstrahlen morgens kann man also die toskanische Landschaft mit den typischen Zypressenalleen bewundern. Auch vom Restaurant im Obergeschoss bietet sich dieser fantastische Blick. Und hier sticht der majestätische Olivenbaum sofort ins Auge – ein Blickfang in der Mitte des Raumes, der  auch aufgrund des schnell zu öffnenden Daches den Charakter einer italienischen Piazza vermittelt. Und natürlich bietet die vorzügliche Küche zur großen Auswahl auch täglich  toskanische Gerichte auf der Karte an. Mit einem Gläschen Wein wird der Tag so mit einem hervorragenden Menü gekrönt.  

Der einzigartige Weinkeller des Hauses bietet bei den Degustationen  edle Tropfen aus der Region, wie Brunello di Montalcino oder Weine als Montepulciano und von den fruchtbaren Hügeln des Chianti-Tals. Zweimal in der Woche werden die Weine zu regionalen Spezialitäten verkostet.

Das familienfreundliche Haus ist auch ein wunderbarer Rückzugbereich für die  jüngeren  Gäste. Im großzügigen Kids Club und der Teen Lounge können sie sich nach Herzenslust austoben. Ein eigenes Schwimmbecken und ein Kinderspielplatz sind gerade im Sommer die Anziehungspunkte. Auch gemeinsame Abendessen für den Nachwuchs werden wie in einem Familienhotel organisiert.

Während die Eltern also eine Runde Schwimmen gehen, im Fitnessraum trainieren, Pilates und  Yoga, Hydrobike und Rückschule absolvieren, können die Kids einfach ihren Spaß haben.

Zum Ausspannen gehört für die Hoteliers nicht nur die Möglichkeit, sein eigenes Fitnessprogramm und  Sportprogramm vor Ort umzusetzen, sondern auch, die Region in all ihren Facetten zu erkunden. Für Mountainbiker stehen Räder in ausreichender Zahl – auch als E-Bikes – zur Verfügung. Wer die Region zu Fuß für sich entdecken möchte, bekommt passendes Kartenmaterial an der Rezeption zu den über 250  Kilometern beschilderten Wanderwegen. Oder man macht sich mit Wanderguide Christina  auf in die sanften Hügel des Val d'Orcia, von der Unesco als Weltkulturerbe ausgezeichnet, und in Richtung Chianti-Tal. Im Herbst stehen beispielsweise Wein und Oliven, Safran und Trüffel bei den Wanderungen mit Degustationen im Mittelpunkt.  Denn in der Toskana werden die begehrten Fäden des Krokus ebenso geerntet wie die edlen Pilze, die die Hunde aufstöbern.

Die malerische Renaissance-Landschaft, Architektur und Natur locken die Gäste gerne in die Region. Siena und San Gimignano sind nicht weit, Montepulciano als Heimat des Pecorinos,  Montalcino mit dem berühmten Brunello und die Papst-Stadt Pienza sind einen Besuch wert. Aber auch das Örtchen Bagno Vignoni, in dem man  ein bisschen den Eindruck hat, die Zeit sei stehen geblieben oder vergehe zumindest etwas langsamer.  In wenigen Minuten vom Hotel zu Fuß erreicht, zeigt das 30-Seelen-Dörfchen die Bedeutung der heißen Quellen. Das römische Bad ist gut gefüllt, das aufsteigende Wasser lässt sich prima beobachten. Schon Lorenzo de Medici, die Heilige Katharina und Papst Pius II waren hier zum Baden zu Gast. Bis Ende der 1980er Jahre durfte in dem Becken noch gebadet werden. Mittlerweile ist das verboten. Aber beim Gang durch die Säulenhalle kann man sich in diese  Zeit zurückversetzen.

Der schmale Wasserauslauf durch die Straßen mit den kleinen toskanischen Häuschen und feinen Pizzerien führt zum Mühlenpark, wo schon im Mittelalter ein Mühlensystem die heiße Quellen nutzte. Die verschütteten Gebäude wurden teilweise wieder freigelegt. Steigt man den Pfad ins Orcia-Tal hinab, kann man einen wunderbaren Blick auf die Sinterablagerungen des warmen Wassers werfen, das sich in Kaskaden einen Weg in die Tiefe bahnt.

Könnten die Quellen eines Tages versiegen? Diesen Schreck haben die Einwohner von Bagno Vignoni schon einmal durchlebt. Als vor über einem Jahrzehnt nach einem Erdbeben der Pegel im antiken Becken gesunken war, machte man sich auf die Suche nach der Ursache und einer Lösung, wie Claudia Zancolli erzählt. Schnell wurde eine Bohrung durchgeführt und das Wasser wieder in „geordnete Bahnen“ gelenkt. Angenehm für die Gäste, die so vom Thermalwasser weiterhin profitieren.

Und so können die Gäste der Adler Resorts beides genießen: Toskanische Lebensfreude mit dolce vita und entspannende Wellness in den heißen Quellen.

 

Adler Thermae Spa & Relax Resort

www. adler-resorts.com

info@adler-thermae.com

Diana Seufert

 

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Wie ein Gruß aus ferner Zeit
Portofino und das „Splendido", der kleine Hafen an Liguriens Küste und das luxuriöse Hotel, sie haben sich von Spekulanten nicht überrollen lassen. Wuchern dürfen hier in der traumhaften Kulisse nur die Zypressen und die Pinienwälder.

 

         George Clooney, Andrea Bocelli als Tischnachbar – das wär doch was! Wer in den Sommermonaten in Portofinos Beletage, im historischen „Hotel Splendido" hoch über der blauen Bucht zu Gast ist, hat beste Chancen, Hollywoodstars und Sänger von Weltrang zu begegnen: zum Beispiel auf der üppig begrünten Terrasse, wo gern Hummer mit gegrilltem Gemüse serviert wird. Von hier blickt man hinunter zum Meer, das im Sommer zuweilen so Türkis wie die Karibik schimmert. Mit jeder einlaufenden Yacht landen wieder ein paar betuchte Gäste an.
          Prominenz, Adel und Politiker haben seit jeher ein Faible für die terrakottafarbene Prachtvilla am Golf von Tigullio. Schauspielerin Lilli Palmer etwa schrieb bereits 1949 auf ihrer ersten Italienreise über diese Ecke des Paradieses: „Alles war neu und aufregend, das ‚Hotel Splendido' in den kräftig grünen Hügeln, die Palmen, die Zypressen, die Olivenbäumen, lila Bougainvilleas überall – Italien genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte".
          Das idyllische Fischerdorf Portofino war Anfang der Fünfziger genauso wie heute der Traumplatz für Gäste mit Geld und Kultur. In den Zimmern und Suiten, ausgestattet mit antikem Mobiliar, Samt und Seide - neuerdings auch mit hellen, modernen Möbeln und Stoffen in allen Blautönen - kann sich jeder Gast so umsorgt fühlen wie einst Errol Flynn, Greta Garbo, Royals, Schriftsteller, Barone und Bankiers. Die mediterrane, elegante Einrichtung gibt ihnen das Gefühl, von Meer und Himmel umgeben zu sein. Einen schönen Kontrast bilden Böden aus Marmor, kombiniert mit beigem, sizilianischem Stein.
         Für die Masse war schon immer der Ort zu weit abseits, die Küste zu felsig. Auch heute gibt es nirgendwo einen langen Strand, aber dafür – und das bereits seit 1935 - die rigidesten Bauvorschriften und Naturschutzbestimmungen Italiens.
         Klasse, statt Masse! Von jenen Zeiten zehrt Portofino. Um die zu erfassen, bittet man Chefconcierge Luca Chiesa auf einen Plausch in die Piano-Bar. Noch heute hängen dort Schwarzweißfotos der Berühmtheiten jener Tage. Lauren Bacall und Humphrey Bogart. Ava Gardner. Grace Kelly. „Ihre Geschichten hat mir mein Vorgänger, Fausto Allegri, erzählt", lächelt er. „Lange Jahre verkörperte er sozusagen eine Hotel-Ära, kannte Gott und Welt und hatte rund um die Uhr für alle Gästewünsche eine Lösung. Sei diskret, höre jedem zu, speichere die Erwartungen eines jeden, bevor er fragt – das war stets sein Credo". Wie Fausto organisiert heute Luca Chiesa mit Freude und Engagement alles für die Gäste: einen Helikopter für ein Dinner nach St. Tropez oder buchstäblich über Nacht für einen betuchten Herrn einen fabrikneuen, gelben Ferrari aus Marinello zum Geburtstag einer Ehefrau. „Zehn Minuten vor zehn mit blauer Schleife stand er vor ihr. Unter uns: den gelben Ferrari wollte natürlich der Ehemann, denn diese Farbe stand noch nicht in seiner Garage. Seine Begierde als Geburtstagsgeschenk verpackt, sehr geschickt", lacht er verschmitzt.
          Alles ist so, wie es wohl immer war. Und doch ist alles ganz anders. Wenn man in seinem Zimmer steht, meint man zu träumen. Das Restaurant „La Terrazza" ist grün umwuchert wie eine Laube. Im Badezimmerspiegel leuchtet der gelbe Turm der Kirche S. Giorgio und die prachtvolle Burg auf der grünen Halbinsel. Davor schaukelnde weiße Masten. Den Anblick der dunkelblauen Bucht mit ihren Felsen, Pinien und Olivenhainen kann man zuerst überhaupt nicht fassen. Alles ist ein bisschen wie im Kino. Der Lunch am Pool, die weiß gedeckten Tische über dem Meer. Wer Lust hat, kann dort Küchenchef Corrado Corti, dem „King of Pesto", beim Zubereiten seiner Spezialität über die Schulter schauen. „Basilikum aus Prà, einem kleinen Dorf bei Genua, Pinienkerne, Salz, Olivenöl, halb Pecorino, halb Parmesan, dazwischen ein bis zwei Eiswürfel, alles im Mörser aus Carrara-Marmor zerreiben, fertig! Marmor deshalb, weil er kalt ist", erklärt der Meister.
         Abends das elegante Dinner auf der Terrasse, die emsigen Kellner, die würdigen Herren an der Rezeption. Manchmal sind sie es mehr als ihre Gäste: heute fehlen mitunter die feinen Garderoben, die großen Auftritte, die guten Manieren. Man sieht durchaus Männer mit Shorts beim Frühstück, Frauen in allzu gewagten Outfits. Man hat sich gewissermaßen an Dotcom-people und solche mit gut gefüllten Portemonnaies angepasst.
          Am aufregendsten ist der Park. Der Gast sonnt sich in Düften, er liegt zwischen Rosen, vor sich Himmel und Meer. Schmetterlinge tanzen über Lavendel, Bienen summen um Feigenkakteen, Wacholder und Rosmarin. Unter freiem Himmel im Schatten von Farnen und Moosen sind Massagen geradezu eine Offenbarung. Wilde Levkojen, rote Geranien, gelbe und weiße Margeriten umrahmen das Bild.
          Genau hier, zwischen Treppen und Terrassen gründeten Benediktiner ein Kloster; und verließen es im 16. Jahrhundert, weil immer wieder Sarazenen mit Piratenbooten in der Bucht aufkreuzten. Drei Jahrhunderte später in der Romantik, schuf dann Baron Baratta aus der Klosterruine sein privates Arkadien. Seit 1901 ist das Haus „Grand Hotel", seit 1985 gehört es zu der renommierten Orient-Express-Gruppe.
          Noch nicht genug? Dann schlendert man am besten zum Hafen, vorbei an Traumvillen und tropischen Gärten. Vergnügt sich auf der legendären Piazzetta, dem quirligen Hauptplatz, auf dem sich alles wie auf einer Theaterbühne abspielt. Isst in rustikalen Trattorias wie der „Concordia" zum Beispiel Seewolf Ligurien-Style mit Oliven, Majoran, Tomaten und Wildspinat; trinkt Rotwein im „Puni" oder „O'Mägasin" – alles beliebte Restaurants, wo man gut speist und gesehen werden will. Später locken die Berge, die Buchten. Der Spaziergang zum Leuchtturm. Die Bootsfahrt zur Abtei von San Fruttuoso, einer Kostbarkeit versteckt zu Füßen des Monte di Portofino.
           Für diejenigen, die den Zauber dieses Ortes einmal erleben möchten, die nötigen Dukaten fürs „Splendido" aber gerade nicht zur Verfügung haben, könnte die kleine, feine Dependance „Splendido Mare", 1998 direkt am Hafen eröffnet, ein Ausweg sein. Sie ist erschwinglicher – und im ruhigen Oktober ein Traum. Schwimmen kann man oben im Haupthaus, im Pool am Hang. Und eines ist ganz sicher: Concierge Luca Chiesa wird jeden im „Splendido" zuvorkommend begrüßen, ob er nun aus dem Shuttle-Bus kommt oder von Bord einer weißen Yacht...

Katharina Büttel

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Service zum "Splendido"

Anreise: Mit dem Flugzeug bis Genua; von dort mit dem Regionalzug bis Santa Margherita oder Rapallo und weiter per Taxi in insgesamt 45 Minuten bis zum Hotel. Mit dem Auto auf der A12, Ausgang Rapallo, weiter in 20 Minuten auf der Straße nach S. Margherita und Portofino. Privatparkplatz am Hotel vorhanden. - Zugverbindungen täglich von Mailand, Florenz und Rom.

Hotel: 44 Doppelzimmer und 25 Suiten. Restaurant La Terrazza innen und außen, geheizter Pool mit Meerwasser, viele Wassersportangebote, Tennisplatz, Boutique mit eigens fürs Haus designter Mode; Fitness/Spa/Wellness mit Türkischem Bad im Hause. Ständiger Busshuttle-Service zwischen dem Hotel und Portofino-Hafen. Bootsausflüge mit Bademöglichkeit in Paraggi; wunderbare Wandermöglichkeiten, Golf in Rapallo. Preise gehoben, aber variabel je nach Saison.
Das „Splendido Mare" im Hafen von Portofino verfügt über acht Suiten und acht Doppelzimmer. Preise etwa halb so hoch wie im „Splendido".
Kinder, auch Babys, sind willkommen und genießen den gleichen Komfort wie ihre Eltern.

Ausflüge: Ausflüge nach Genua und zur Riviera di Levante, zum Golf von La Spezia sowie in die Cinque Terre-Dörfer mit Traumpfaden über der Küste: Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore.

Näheres: Hotel Splendido, Salita Baratta 16, I-16034 Portofino (Genoa); Splendido Mare, Via Roma 2, I-16034 Portofino; Tel.: 0039 0185-267 800 (-804); Email:
reservation@splendido.net; www.hotelsplendido.com

Info:

Weitere Orient-Express-Hotels in Italien: Villa San Michele in Florenz; Hotel Cipriani in Venedig; Hotel Caruso in Rapallo (Salerno); Grand Hotel Timeo in Taormina (Messina); Villa Sant'Andrea in Taormina Mare (Messina).

www.orient-express.com

Was für eine Ruhe, was für ein Ausblick!


         Im Hotel „Cipriani“ in Venedig fühlt man sich wie in einem Landgut fern der überfüllten Altstadt und weiß Kunst und Museen nur eine kurze Fahrt mit dem Hotelboot entfernt.

 

 

         „Erstens die Lage, zweitens die Lage, drittens die Lage“, pflegen Hoteliers zu sagen, wenn sie gefragt werden, was das Wichtigste für ein Hotel sei. Das legendärste 5-Sterne-Hotel Venedigs, Hotel Cipriani, liegt erstens gegenüber der Piazza San Marco auf der Spitze der Insel La Guidecca in einem Garten Eden. In der Stadt des Wassers, des Marmors, des vielen Steins ein Garten? Kein Irrtum, Guidecca war schon im 16. Jahrhundert Gartenregion. Zweitens liegt es direkt am Canale della Guidecca, dem größten und breitesten Kanal der Lagunenstadt, dessen Wasser so unergründlich grün schimmert. Drittens hat das Luxushaus als einziges Hotel der Stadt einen privaten Außenpool. Das macht schon was aus an einem Ort, an dem man so einige prachtvolle Domizile finden kann, jedoch in der Mehrzahl an den Ufern der Kanäle.

           Wer auf dem Balkon einer Suite mit Blick auf den Markusplatz steht, meint über der Lagune zu schweben. Wohnt man zur anderen Seite, glaubt man sich in absoluter Sommerfrische: Vor einem breiten sich die historischen Casanova-Gärten aus, deren Stille und unbeschreibliche Verschwiegenheit auch Giacomo Casanova - er hielt bekanntermaßen die Damen des 18. Jahrhunderts in Atem - nach den langen, glanzvollen Festen in den Palästen der Dogen so liebte. Es ist also ein Privileg, in diesem Ambiente wohnen zu dürfen, an diesem besonderen Platz, der sich vom Massentourismus in der Altstadt so erfolgreich abgeschottet hat.

           Die geringe Anzahl an Zimmern und Suiten, 79 im Haupthaus und ganze 16 in dem angrenzenden historischen Palazzo Vendramin und dem kleinen Palazetto garantiert Ruhe und Intimität und lockt Prominente aus aller Welt. Stars wie George Clooney, seine Freunde Angelina Jolie und Brad Pitt, Scarlett Johansson und Julia Roberts etwa zählen zu den Gästen, wenn sie zum Filmfestival im Herbst kommen. „In den weißen, weichen Sesseln am Pool fühlen sich die Hollywoodgrößen wie in Beverly Hills“, meint Barkeeper Walter Bolzanella, während er in der Gabbiano Bar hinter seinem Tresen den Cocktail „Buena Notte“ schüttelt. „Mein Freund George Clooney hat ihn mit mir zusammen in einer langen Nacht an der Bar kreiert“.

           Die Idee zu dem Hotel abseits des Venedig-Trubels kam Giuseppe Cipriani 1956 in der von ihm gegründeten und noch heute legendären „Harry’s Bar“ am Ufer Schiavoni nahe der Piazetta San Marco. Bei einem Bellini, dem Kultcocktail aus Champagner mit frischem Pfirsichsaft, konnte er seine Freundinnen, die drei Töchter des Earl of Iveagh, Kopf der Guiness Familie, ohne Überredungskünste sofort für sein Vorhaben begeistern. Großzügig unterstützten ihn der Earl und die Viscountess, sodass das „Cipriani“ bereits 1958 seine Pforten öffnen konnte und schnell der Platz „to be“ vor allem von Künstlern, Schriftstellern, Adligen und Filmstars wurde. Seit 1976 gehört das Hotel als Gründungshaus zu der renommierten Orient-Express-Gruppe, die mittlerweile auf fast allen Kontinenten mit Luxushotellerie punkten kann.

           Wie damals schwärmen auch heute die Gäste von den Terrassen, den Badezimmern aus weißem Marmor, den Zimmern und großzügigen Suiten. Lichtdurchflutet, mit Stuck und farbig getünchten Wänden, Murano-Glass, mit Seide bespannte Lampen im Fortuny-Stil, Mobiliar mit Details, die das alte, venezianische Kunsthandwerk widerspiegeln. Den Anblick durch die hohen Fenster im Restaurant „Fortuny“ auf die Lagune mit der Silhouette Venedigs, auf schaukelnde weiße Masten und elegant dahingleitende, schwarzlackierte Gondeln kann man eigentlich zuerst überhaupt nicht fassen. Und getoppt wird er noch im Sommer, wenn man auf der Wasserterrasse, die fest errichtet wird auf traditionellen Holzpfeilern, an weiß gedeckten Tischen bei Kerzenschein speisen und dabei die laue, salzige Luft einatmen kann. Alles ist ein bisschen wie Kino – selbst für Venezianer.

           Wer nicht nur Statist im Film sein will, lässt sich mit dem Bootsshuttle geschwind über die Kanäle fahren und dort absetzten, wo normalerweise das Rendezvous mit der „schönen Diva“ beginnt: im Caffè Florian auf dem Markusplatz – wo sonst. 1720 eröffnet, ist es heute das älteste Kaffeehaus Europas. Aus den Fenstern der Salons mit viel Plüsch, Spiegeln und Lüstern sahen schon Goethe und Thomas Mann den Tauben zu. Heute löffelt vielleicht ein Schauspieler am Nebentisch den berühmten Bicerin: Süße Schokolade mit Kaffee und Crème. Mit acht Euro unverschämt teuer, aber auch unverschämt gut. Sitzt man draußen bei einem Cappucciono, gehen die Blicke zu den Goldmosaiken von San Marco, zu den filigranen Säulen des Dogenpalastes, weiter zum Campanile und den unzähligen Arkadenbögen. Der Platz ist schlicht großartig.

         Auf Venedig muss man sich einlassen. Hinein in die stillen Winkel, auch einmal weg von der großen Kunst. Spaß macht es, sich durch die engen Gassen zu schlängeln, treppauf, treppab über kleine Brücken und Stege. Verborgene Innenhöfe in illustren Palazzi aufzuspüren, das Haus Nr. 5858 zu entdecken. Von hier aus brach Marco Polo 1271 nach China auf. Im brackigen Wasser spiegeln sich Mauern und Fassaden, lösen sich auf in grazile Ornamente. Loggien und Bögen, Fenster und zierliche Balkone geben ihnen Charme, Eleganz und einen Hauch von Orient.

         Ein ganz besonderes Vergnügen bereitet den Cipriani-Gästen die neue „Bacari-Tour“, ein Kneipenbummel auf venezianisch. Der Gondoliere manövriert sie singend durch die schmalen Kanäle, hält an Campi, wo sich Venezianer schon morgens in den ‚bacari‘ auf einen schnellen Wein oder Prosecco und cicqueti, den Pendants zu Tapas, und zum ‚ciacole‘ treffen. Das ist auch venezianisch und mit „quatschen“ nur unzureichend übersetzt. Man regt sich über Steuern und das „aqua alta“, das gefürchtete Hochwassser, auf, tauscht ein paar Gerüchte aus. Venedig ist eine Kleinstadt. Wenngleich eine vom Range eines Weltwunders.

         Das Kunsthandwerk Venedigs wird lebendig bei einem Besuch in einem Maskenatelier oder bei Meister Roberto Comin, der mit Leidenschaft die Marionette des liebenswerten, hölzernen „Pinocchio“ zum Leben erweckt. In den weltberühmten Textilfabriken der alteingesessenen Familie Bevilacqua und des Mariano Fortuny entstehen auf antiken Webstühlen aus dem 18. Jahrhundert ästhetische Wunderwerke aus Samt, Seide und Baumwolle, handbedruckt mit Gold- und Silberfäden. Härteres aus Marmor und Stein, etwa Engel, Büsten und Tischplatten zaubert der moderne „Michelangelo“ Bruno in seiner Marmorwerkstatt „Marmi Dall’Era“ nahe der Strada Nova.

         Entweder man hastet weiter, immer auf der Jagd nach Märtyrern und Propheten, oder setzt entschlossen über ins Refugium des Cipriani. Garantiert stellt sich in dem weitläufigen, überall begrünten Hotelpark das ultimative Urlaubsgefühl ein! Im Casanova-Spa kommt man nach einer echten Thaimassage bei sanftem Licht, Blütenduft, meditativer Musik schnell wieder zu Kräften. Das Highlight ist ein Facial mit 24karätigem Gold!

         „Unser Konzept ist einfach“, sagt Laura del Bert, ebenso temperamentvolle wie charmante PR-Dame des Hauses. „Der größte Zauber unseres Hotels liegt in der abgeschiedenen Atmosphäre. Dazu erstklassiger Service so persönlich wie möglich, feinste italienische Küche ohne Schnörkel – in allen unseren Orient-Express-Hotels sind die Küchenchefs Köche, keine Prima Donnas“. Manche Gäste, die es sich leisten können, bleiben drei Wochen bei uns, andere nur drei Tage, um sich am Ende einer Reise noch etwas ganz Besonderes zu gönnen, fügt sie lächelnd hinzu.

           Vor dem Klassiker „Carpaccio con salsa Cipriani“ von Chefkoch Renato Piccolotto sollte man in seinem Zimmer für eine Weile die Fenster öffnen, einen Apérol aus der Minibar angeln und genießen, wie sich die Lagune, die prachtvolle Kirche San Giorgio Maggiore, die Kuppeln, Paläste und berühmten Kirchen der Serenissima erst mit der untergehenden Sonne und später mit den vielen Lichtern vergoldet. Venedig sehen und wiederkommen…  

 

Text und Fotos: Katharina Büttel

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Service „Hotel Cipriani"

Anreise: Mit Lufthansa nach München, weiter mit Air Dolomiti nach Venedig, Flughafen Marco Polo (12 Kilometer von Venedig entfernt), ca. 280 Euro; www.lufthansa.de; der Hotel-Bootshuttle des „Cipriani" holt die Besucher vom Flughafen ab und fährt sie direkt auf die Insel La Guidecca. Das private Boot steht den Gästen während des gesamten Aufenthaltes kostenlos zur Verfügung.

Unterkunft: Da in Venedig kein Hotel günstig ist, ist das „Cipriani" die ideale Adresse für Gäste, die Flair, Ambiente, Komfort, besten Service auch mit Glamour prominenter Gäste mögen. Es ist ein stiller, idealer Rückzugsort nach der trubeligen Shopping-Touren und anstrengenden Besichtigungen aller Sehenswürdigkeiten mit großer Terrasse, Pool und Garten.

email: info@hotelcipriani.it

Internet: www.hotelcipriani.com

Zimmerpreise auf Anfrage.

Weitere Angebote: Fitness-Raum, Tennisplatz und private Anlegestelle für Yachten bis zu 23 Metern.

Für Kinder: Betreuter Smile Club von Mitte Mai bis Mitte September. Kinder mögen besonders das Picknick im Garten, Backkurse, Basteln, Handwerkeln und den eigenen Kinderpool.

Shopping-Arkaden mit venezianischen Textilien, Glas und Juwelen

Kunsthandwerk: Infos zu den einzelnen Atelier-Touren und der neuen Bacari-Tour auch über info@hotelcipriani.it

Zusätzlich zu den beschriebenen Angeboten gibt es:

- Besuch einer Fabrik, in der die traditionellen Gondeln hergestellt werden

- Freunde von Mosaiken können den Künstlern in einer Mosaikfabrik über die Schultern schauen und verschiedenartigste Mosaiksteinchen farbig oder in Gold kaufen.

- Dall'era Marmi – eine der letzten Marmorwerkstätten in Europa

- Gianni Basso ist der letzte Typograf in der Lagune, der das alte, noble Handwerk im Kloster San Lazzaro degli Armeni erlernte und heute noch ausübt.

 

Restaurants: in der historischen Altstadt: „Osteria l'Orto dei Mori" in Cannaregio3385 neben dem Wohnhaus des Malers Tintoretto; hier isst man unter Venezianern unverfälschte italienische Küche; www.osteriaortodeimori.com; Taverna „Al Remer", Cannaregio 5701, „bacari" in einem alten, urigen Gebäude; „la Cantina" in der Strada Nuova mit Kultstatus.

Shopping: „Venetia Studium", San Marco 2403; Sant und Seide: Plissierte Kleider, Tücher, Schals und Lampenschirme. „Casa della Grappa", Rialto: Grappa und Prosecco sind die typischen Getränke der Region. Große Auswahl. „Paolo Olbi", Calle della Mandola 3653: Fotoalben, Stifte, Tagebücher aus handmarmoriertem Papier.

Lektüre: Donna-Leons-Venedig-Krimis sind mörderisch gut; der Bildband „Bacari in Venezia" führt durch Venedigs Weinlokale, von M. Zardo und J. Brandis.

„Mit Rilke durch Venedig" von B. Haustedt, Insel Taschenbuch, 9 Euro.

Veranstaltungstipps: Filmfestival im September, am 21. November die Festa della Salute. Ganz Venedig pilgert mit Kerzen zur gleichnamigen Kirche

Reiseführer: DuMont, Marco-Polo.

Näheres: www.enit.de