Dänemark

Bitte mit Kamin und Sonnenuntergang

         Dänemarks ländliche Idyllen liegen in unmittelbarer Nähe der schönsten Strände. Sie werden immer luxuriöser und mitunter gehandelt wie seltene Briefmarken – auch auf der Nordseeinsel Römö.

         Höchste Zeit, ein Ferienhaus zu mieten! Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: sie sind groß oder klein, einfach oder luxuriös, aus Holz gebaut oder massiv aus Stein, vielleicht zusätzlich mit Holz verkleidet, in bunten Farben oder nur in Braun, aber auch – ganz trendy – in Schwarz und Weiß gehalten. Sie sind heiß begehrt und umworben, oft Monate, ja manchmal Jahre im Voraus fest vergeben und mitunter gehandelt wie eine ‚blaue Mauritius‘. Also, nicht lange warten und sich schon jetzt so ein begehrtes Feriendomizil sichern.

         Wer Urlaub mit der ganzen Familie oder mit Freunden plant, ist gewöhnlich in so einem Ferienhaus gut aufgehoben: man fühlt sich schnell wie zu Hause, zumal Kinder, man kann sich „ausbreiten“ und essen, was und wann man möchte. Auch bei schlechtem Wetter ist ein Ferienhaus angenehmer als ein Hotel. Das Ferienhaus-Angebot wird immer breiter und vielseitiger; auch darf es in manchem Fall etwas mehr kosten.

         „Der Ferienhaus-Gast ist absolut individuell“, sagt Frau Thomsen vom Römö-Touristenamt. „Drei Viertel aller Touristen hier auf unserer Insel mieten sich ein Ferienhaus oder eine Wohnung. In unserem Königreich gibt es 200 000 Ferienhäuser, jedes vierte davon vermieten wir“. Den Rest bewohnen die Dänen selbst, denn die wissen genau, was schöner Urlaub ist.

         Der Trend geht zu Qualität. Sauna, Whirlpool und Kamin haben die meisten Häuser sowieso, viele sogar einen eigenen Swimmingpool. Und vielen Urlaubern können die Häuser gar nicht groß genug sein. Bequemlichkeit und Luxus sind vielen sehr wichtig. Dafür wird schon mal pro Woche mehr bezahlt als in einem Hotel. In den Nebensaisons jedoch bekommt man die gleichen Häuser erheblich billiger – ein lohnender Vorteil für die Reisekasse.

         Überall verstreut stehen die kleinen Holz- oder großen Klinkerhäuser – hinter den Dünen oder in einem kleinen Wald, das nächste Dorf ein paar hundert Meter oder auch ein paar Kilometer entfernt. Praktisch, wenn man – wie wir – Fahrräder gemietet hat und so zum nächsten Kaufmann fahren kann. In der Nebensaison ist die Gegend nicht überlaufen, man fühlt sich mit den Menschen hier schnell „unter sich“.

         Unser Haus liegt in zweiter Reihe auf der Wattenmeerseite – das macht den Aufenthalt so reizvoll. Schon beim Frühstück geht der Blick durch die bis zum Boden reichenden Sprossenfenster in die Weite – rechts und links ragen aus hohen Grasbüscheln kräftig bunt gestrichene, reetgedeckte Dänenhäuser, - bei uns sagen wir Friesenhäuser dazu - in den Morgenhimmel. Gleich dahinter, fünf Minuten Fußweg durch Schilf und Gras, genießen wir unseren Morgenspaziergang am Watt in einem Licht zum Niederknien.

           Im Haus prasselt der Kaminofen, Kerzen brennen, der Tee ist zubereitet, das Gebäck in der Schale. Für alles ist gesorgt: die offen konzipierte Küche mit einem Essplatz für mindestens acht Personen ist perfekt, mit allen technischen Geräten, ausgestattet; zwei großzügige Bäder für Kind und Kegel mit Wanne und Dusche entspannen die Morgen- und Abendtoiletten; zwei Schlaf- und Wohnräume lassen viel Raum für die Bewohner auf Zeit. Zweckmäßig und doch schick und lässig eingerichtet ist das Haus vom Entrée bis zum separaten Fernsehzimmer. Schön ist es, in einer fremden Umgebung nach Hause zu kommen, nicht erst zu einer Rezeption zu laufen, sondern den Schlüssel in der Haustür zu drehen und in der „eigenen“ Wohnung zu verschwinden, sich selbst den nächsten Drink zu mixen.

           Nachbarn sind nur selten zu sehen. Anfangs wirkt es, als gäbe es gar keine: nur geschlossene Fensterläden ringsum. Abends aber, wenn Wind aufkommt, die Sonne ihre letzten Strahlen über die Insel verstreut, gehen plötzlich Lichter an, die blinken wie kostbare Diamanten. Je später der Abend, desto leerer die Restaurants, bald auch die Straßen um den Hafen herum.

         Am nächsten Morgen – nach einem langen Frühstück am hellen Essplatz nutzen wir den Sonnentag und radeln quer über die Insel zum breiten Strand von Lakolk. Trotz blauem Himmel weht der Wind scharf ins Gesicht – wieder beginnt ein würdiger Ferientag hoch über der Nordsee.   

Text und Fotos: Katharina Büttel

            

          

Service zum Ferienhaus auf Römö

 

Anfahrt und Näheres über die dänische Nordseeinsel Römö kann in der Reisereportage unter dem Titel „Ein Jubi bei Wind und Wellen“ nachgelesen werden.

Ferienhäuser: Feriepartner Römö bietet im Katalog eine große Auswahl an Ferienhäusern an: von kleinen Holzhäusern bis zur Luxus-Residenz ist alles zu haben. Mietpreis des beschriebenen 4-Personen-Objekts: je nach Saison ab 481 Euro pro Woche, zuzüglich Wasser- und Heizungskosten, evtl. plus Wäscheverleih und –Service.

Infos: Feriepartner Römö, Nörre Frankel 1 Havneby, 6792 Römö; Telefon: +45 7475 5130;

email: romo@romo.dk

Intenet: www.feriepartner.dk/roemoe

oder NOVASOL, www.novasol.de